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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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sen besetzt werden soll, und in heißen Sommertagen sind kalteMehlspeise» sehr angenehm, lind verschilften dein Verfertige?Gelegenheit, seine Geschicklichkeit im Dekoriren zn zeigen.

von Rheinwein.

Man nehme drei viertel Pfund Zucker, drei und ein halbesLoth Hanscnblase, zwei bis vier Citronen und eine Flasche kräf-tigen Rheinwein.

Der Zucker, ans welchem man die Citronenschale nach Be-lieben abreiben kann, wird mit einem viertel Quart Wasseraufgelöst, worauf man das Weiße von zwei Eiern mit durch-schlagt, jhn anfs Feuer setzt, nnd so lange mit dem Rnthenbeselischlägt, bis er kocht. Dann wird er rein abgeschäumt, bis erganz klar ist; der Citronensast nnd die recht klar ausgeloste Han-senblase kommen dazu, und min gießt man ihn durch eine reineServiette, welche zuvor in kaltem Wasser gewaschen nnd ausge-druckt ist, damit jeder etwanige Seifengeschmack entfernt werde,lanwarm in eine Kvlöu-Form. Der Wein kommt nun darauf,wonach er noch einmal ansgegosfen und wieder eingefüllt wird,damit sich alles gut vermische. Man stellt nun die Form, welchenach den angegebenen Verhältnissen ein Quart enthalten muß,auf zerschlageueS Eis, nnd läßt den <^el>^e erstarren. Im Win-ter kann man ein halbes Loth Hausenblase weniger nehmen,ebenso wenn man den Kvlue in kleinen Bechern servirt.

Mit Verwunderung habe ich in einem Berliner Kochbuchacht Loth Hansenblase angegeben gefunden. Wer danach einenLvl^ bereitete, hat gewiß, anßer den Mehrkosten, eine knocheii-artige Masse bekommen.

von Rheinwein mit Schwartenstand.

Der »ach Vorschrift geklärte Schwartenstand wird zn demgeklärten Zucker uebst Citroncnsast, statt der Hansenblase, hinzu-gesetzt nnd durchgegossen, worauf mau wie vorhin verfährt. Je-doch gebrauche man die Vorsicht, nicht gleich allen Stand hinzuzusetze», sondern eine kleine Form vorher auf Eis zn stellen, undzn probire». Ware da»» die Masse zu hart, so gieße man etwasWein, im Gegentheil noch Stand hinzu.

von Rheinwein mit Stand vonKalbsfüßen.

Zu einer Form von einem Quart Inhalt braucht man vierbis sechs Stück KalbSfuße, von denen man die Knochen heraus-