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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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Man hat verschiedene Arten von Oefen, und zwar vonGußeisen, von Eisenblech, von gebranntem Thon oder auch vonKacheln mit eisernen Platten, nnd muß vorzüglich darauf sehen,daß die Zuge gut geleitet, und nicht einzelne Stellen stärker er-hitzt werden, wodurch ein theilweises Verbrennen der zu bereitendenSachen entsteht. Eine große Unbequemlichkeit ist es, wenn derBratofen mit in den Feuerheerd vermauert ist, statt auf dem-selben oder an einer andern Stelle in gleicher Höhe mit ihmzu stehen. Der FenernngSranm muß sechs bis acht Zoll hochsein, damit sich die Flamme gehörig nach den Seiten- und Hin-terzügen ausbreite» kann, anch mnß sie erst nber die ganzeDecke sortgeleitet werden, ehe sie in das Abzugsrohr gelangt.Die Zuge legt man zwei bis drei Zoll breit kanalartig nndschlangenförmig nm die ganze Bratröhre, oder mauert sie zacken-fönnig gerade in die Höhe. Am gewandtesten werden erfahreneTöpfer diese Arbeit vollfuhren, von der die ganze Brauchbarkeitdes Ofens abhängig ist. Die gußeisernen Kasten erglühen leichtan den Stellen, wo die Zuge sind, und verbrennen die Speisen,weshalb man ein Blech mit etwas Lehm dazwischen an denSeilen nnd an der Hinterwand gegenfetzen mnß.

Inwendig in der halben Höhe der Oefen müssen an beidenSeilen drei viertel Zoll breite Leisten sein, nm ein starkes Blechaufzulegen, welches zwei Ablheilnngen bildet, die nach Umstän-de» dadurch geändert werden können, daß sich nach der Deckezu noch mehrere Leisten befinden. Es ist diese veränderbareStellung des Mittelblechs bei allen den Sachen nöthig, welcheschnell a» ihrer Oberfläche eine hellbraune Farbe erhalten sollen,wie z. B. die Losl'illlvs, gebratenen Austern :e, nnd die man,wie den Bnttertcig, zn glaeiren hat. Die Bratöfen brauchennicht unter den Nanchfang gestellt zn werden, welches auch derRaum nicht immer gestattet, sondern könne», wie die Stuben-öseu, mit einem besonderen Nohr versehen sein. Am besten sindthönerne Röhren nach dem Schornstein zu leiten, weil sie nicht,wie die eisernen, Feuchtigkeit absetzen, sondern sich trocken erhal-ten, und gegen Kälte nicht so empfindlich sind, wodurch derbessere Nauchzug befördert wird.

Die Blechbratöfe»

verdienen »ach meiner Ansicht den Vorzug vor den gußeisernen,weil man bei ihnen nicht so i» Gefahr schwebt, daß etwas an-brennt. In meiner Lehranstalt besitze ich eine», der »ach meiner