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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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die Gluth rniuirt werde. Die Bratenwender sind verschiedenerArt. Die gewöhnlichen werden ans dem Heerde befestigt, unddurch eine Leine, mit Gewichten versehen, bewegt. Eine andereArt wird im Nanchfang festgemacht, und ans gleiche Weise ge-trieben. In Frankreich hat man solche, die durch ein Blechradmit Flügeln gedreht werden, welches im Schornstein angebrachtist, und durch den Zng in Bewegung gesetzt wird. Am bequem-sten sind aber diejenigen, welche dnrch Räderwerk bewegt werden,wo die Leine nm eine Trommel gewickelt ist, in welcher sich eineTriebfeder befindet. Sie können an jedem Orte aufgestellt, undnach dem Gebrauch bei Seite gesetzt werden.

2. Von den Braten in's Besondere.Die Spießbraten.

In den großen, herrschaftlichen Kuchen werden die Bratenan kleine, reinliche, eiserne Spieße gesteckt, diese dann an größereDrehspicße gebunden, darauf von einer dazu bestimmten Person solange gegen das helle Feuer gewendet, und mit guter Butterbegossen, bis das Fleisch gar ist. Dann wird es losgeschnitteii,und nun vermischt man eine kraftige mit der ans dem Bra-te» gezogenen, in der Pfanne befindlichen, gießt solche durch einHaarsieb, nimmt das Fett ab, und giebt sie in einer Sauciere.Die Wildzimmer nnd Keulen werden in der Küche in gleichmä-ßige Stücke geschnitten, und wieder so angelegt, daß der Bratenganz erscheint. Nach Belieben kann man ihn mit rein verlesenerund gewaschener Brnnnenkresse garnireu, und eine der Landes-sitte gemäße Sanee dazu geben. Bei den Engländern ist dieschon beschriebene Bread-Sauce gewöhnlich. Sie besteht ansMilchbrot, Sahne, etwas feiner Bntter, Pfeffer nnd Salz, dasie aber weichlich ist, so würde ich ihr noch ein Stück guter<!Iuee oder deu ?onel einer kräftigen Hühnerzusetzen.

Die Braten, welche dnrch einen Bratenwender bewegtwerden, müssen am Spieß so viel als möglich im Gleichgewichtbefestigt werden, damit eine regelmäßige Umdrehung statt finde.Geht dieö, wie z. B. bei einem Damzimmer nicht an, so mußman auf der anderen Seite etwas Schweres anbinden, welchesdas Gleichgewicht herstellt.

Das Feuer muß anfänglich hell und kräftig sein, damit dienbergossene Bntter sich etwas schänmeud ans dem Fleisch erhält.Sobald dieses von der Hitze durchdrungen ist, wird es gleichmä-ßig mit Salz bestreut, luud fleißig begossen, bis eS gar ist.

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