Siebenter Abschnitt.
Von den Mehlspeisen.
I. Ueber die Mehlspeisen im Allge-meinen.
Fast alle Nationen habe» sich ein eigenes Verdienst lim dieErfindung der Mehlspeisen erworben, und deshalb werden sieauch als Nationalspeise angesehen, denn der vouililinF z. B.gehört ursprünglich den Engländern an, die Dampfnudeln, Wuch-teln und Wandeln dem sudlichen Deutschland, die Mehlspeisenü la creme, 8vuklle8 und ?I»us sind in Frankreich am beliebte-sten, die Neis- und Eriesmehlspeisen sind im nördlichen Deutsch-land am bekanntesten, und die kalten Mehlspeisen endlich gehö-ren dem Süden Europa's, Italien und Portugal u. s. w. an.Die ?ouä<linAS werden immer mit einem (üiauileau oder einerHimbeer-, Hagebutten-, Abrikosen- nnd Kirschsance oder auch mitSago in Rothwein gegeben. Die Dampfnudeln, Wuchteln undWandeln werden mit warmen Oemes, welche bisweilen einen Zu-satz von Vanille, I>Iara«ciinn oder anderen feinen LiPieuren erhal-ten, angerichtet. Die Mehlspeisen a lu ei-eme werden ohne Saucenservirt, blos mit Zucker oder auch mit Eierschnee nnd Znckerglacirt, nachdem sie ans einer Schüssel, welche mit einem dressir-ten Mehlrand eingefaßt ist, gebacken worden sind, nnd so zurTafel gegeben. Man kaun dazu auch eine silberne Kasserollenehmen, jedoch werden sie am schönsten, wenn man sie in einemNapf oder in einer Assiette von Porzellan in einem nicht z»heißen Ofen backt. Diese Arte» Mehlspeisen müsse» locker, da-bei aber auch gut durchgebacken sein, so daß, wenn man ein