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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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dünne Omelettes auf beiden Seiten, und rolle sie dann auf dieeben beschriebene Weise zusammen.

Spiegeleier.

Hierzu hat man besonders eingerichtete Pfannen oder auchTiegel, welche mehrere Vertiefungen enthalten, in welche manüberall etwas Butter thut, dann, nachdem diese geschmolzen ist,in jede Vertiefung schnell aus der Schale ei» frisches Ei setzt,so daß dies zusammenbleibt, und hierauf letzteres oben mit etwasSalz und Pfeffer bestreut. Ist dies geschehen, so setzt man diePfanne auf gelindes Kohlenfeuer, begießt nun die Eier oben mitButter vermittelst eines kleinen Löffels, hält dann eine heißeSchaufel darüber, und bratet sie dergestalt, daß sie durch unddurch warm, aber nicht hart werden. Sobald auch dies ge-schehe« ist, nimmt man sie behutsam heraus, und beschneidet sierings herum gleichmäßig.

Besitzt mau keine hierzu erforderliche Pfanne, so setzt mandie Eier ebenso auf eine gewöhnliche Eierkuchenpfauue oder aufeinen Plafond, und sticht sie beim Anrichten mit einem rundenAuestecher von Blech ab.

Weiche Eier in der Schale gekocht.

Man kocht recht frische Eier vier bis fünf Minuten laugin kochendem Wasser, probirt jedoch, um sicher zu sei», daß sienicht zu hart werden, eins derselben, nachdem es vier Minutengekocht hat, weil die Frischheit der Eier öfters einen kleinenUnterschied verursacht, nimmt sie alsdanu mit einem Schaum-löffel heraus, und legt sie in kaltes Wasser. Hierauf knicktman sie rings herum etwas ein, macht dann die Schale» reinab, und erwärmt sie kurz vor dem Anrichten wieder in warmeinSalzwasser.

Verlorne Eier.

Diese gehören gleichfalls zn den Beilagen der Gemüse, sindaber schon früher beschrieben worden. (Siehe Register.)

Arme Nitter.

Man schneidet Semmel oder Milchbrot in einen halbenFinger dicke Scheiben von beliebiger Form, feuchtet dieselbenalsdann mit etwas Milch an, bestreut sie mit gestoßenem Zncker,panirt sie so mit Ei und geriebener Semmel, bratet sie hierauf