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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
Entstehung
Seite
76
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sind, fülle ihn dann mit guter Bouillon und etwas Salz auf,und lasse ihn gar kochen, jedoch so, daß er körnig bleibt.

Indischer Sago.

Derselbe muß unter öfter wiederholtem Wechseln mit kal-tem Wasser bei dem Feuer heiß werden. Sobald er rein schmeckt,läßt man ihn langsam weich kochen, und gießt ihn in einenDurchschlag, damit das Wasser rein abläuft. Zur Bouillon-snppe nehme man immer von dem weißen.

Perlgraupen.

Man wasche dieselben mit kaltem Wasser, setze sie dann mitkaltem Wasser und etwas Butter auf gelindes Feuer, und lassesie langsam weich werden.

Gries von Buchweizenkorn.

Wo möglich nehme man von dem groß gekörnten Gries,und zwar von dem Posener, den ich wegen seiner Qualität fürden besten halte, und thue ihn roh in die kochende Bouillon.

Fadennudeln

Diese muß man in kochendem Wasser einige Male aufkoche»lassen, darauf in kaltes Wasser legen, und, nachdem dies beieiner Weile abgegossen, mit Bouillon weich kochen.

Nudelteig.

Schütte drei Obertassen Mehl auf ein reines Backbrett, for-mire es wie einen Kranz, schlage in die Mitte desselben von dreiEiern das Gelbe nnd ein ganzes Ei, rühre dies anfänglich mitder Messerspitze zu einem Teig, darauf wirke Alles zusammenmit reinen Händen zu einem festen Teige. Alsdann mache dasBrett mit den Händen rein, bestreue es mit Mehl, rolle denTeig, welcher oben auch mit Mehl bestreut werden muß, rechtdünn aus, bestreue ihn oben wieder mit Mehl, nnd klappe ihnübereinander. Diese neue Oberfläche bestreue gleichfalls mitMehl, nnd klappe den Teig nochmals übereinander. Hieraufrolle ihn wiederum so dünn als möglich aus. Durch das auf-gestreute Mehl halten sich nämlich die aufeinander gerolltenSchichten abgesondert, und die Nudeln können auf diese so ein-fache, als leichte Weise recht dünn geschnitten werden. Schneidenun diesen Teig in mehrere, zwei Finger breite, lange Streife»,