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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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gänzlich ab, den» hierzu deckt man keine Tafel, sondern dieGaste bleiben an den verschiedenen kleinen Tische» sitzen, wo als-dann vor jeden ein Teller, eine Serviette, Messer, Gabel ii»dLöffel hingelegt, und ihm so die Speisen präsentirt werden. Anden Spieltischen werden, um das Spiel nicht zu unterbrechen,kleine Tische zur Seite gestellt, auf welche den Spielern Alleszur Hand gesetzt wird, damit sie sich nach Belieben selbst bedie-nen können.

Was nun die Reihefolge der Speisen anbelangt, so richtetsich dieselbe lediglich nach der Landessitte. So servirr man z. B.in Frankreich nach der Suppe vflers gleich die Fische, nach die- -seu das Rindfleisch, hierauf die Ilors ä'oeirviv und die feinenkagnüts, alsdanu die Gemüse, darauf den Braten, dann dieLnti'emets, worunter mau leichte Gemüse ohne Fleischbeilagen,z. B. Spargel versteht, ferner Mehlspeisen, lZalgnlines und kaltePasteten u. s. w. In England giebt man nach der Suppe dieFische, dann die großen Fleischstucke, darauf die feinen kagoüls,nach diesen die kalte» Pasteten, alsdann den Braten und dieSalate, hieraus die Gelees, Oöm<-5 uud den lüvmpüto, fernerButter und Käse, dan» das Gefrorene, oder, wenn man Kuchengebe« will, diese» vorher, hierauf das Oesserl. In Schwedenpflegte ma» ehemals Butter uud Käse »ebst Liqncnre« vor derSuppe zu präseutire», und ma» kau» nicht wisse», ob u«sereNachkomme» nicht ebenfalls die jetzt »bliche Reihefolge derSpeise« abäuder». Der nute» folgende Universal-Küchenzettelist nach der hier gebräuchliche» Reihefolge eingcrichtet, und ebenso sind die nöthige» Rezepte z» jedem Gange beschrieben. Einekleine Ausnahme davon macht bloß die Mehlspeise, welche ander Tafel Sr. Majestät des Königs »ach dem Brate» folgt.Bevor das Gefrorene präseiitirt wird, m»ß die Dienerschaft dieTafel vor jede»» 0>uvei-t mit de» sichelförmige», zierlich gear-beitete» »»d schmale» Bürste» abkehre», das übrige Brod her-unternehme» »»d da»» die vessei'I-Teller mit den kleine» gol-dene» Messer», Gabel» »nd Löffel» a«sstelle». Wen» eine Tafelmit Silber servirt wird, so gebe ma« zu den sauren Speisen,z. B. zu den Rggiiuiinaises, VinüiZlettes und Porzellan-

teller, und richte auch diese Speisen selbst auf Porzellaufchüssclnan. Wird Salat gegeben, so würde man gut thun, bei jedem(üouvei-t einen kleinen Glas- oder englischen Steinguttellcr hin-zustellen, damit jeder Gast sich den Salat selbst darauf lege»kann, weil sich derselbe sonst mit der des Bratens vermischt.