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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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der Küchenzettel an, und derselbe muß daher an verschiedenenStellen der Tafel sauber geschrieben sich vorfinden. Bei großenTafeln ist es gut, wenn vorher mit der sämmtlichen Dienerschafteine formliche Probe abgehalten, und einem Jeden feine Stelleangewiesen wird, damit es nachher keine Verwirrung giebt, undAlles wie ein Uhrwerk geht; auch muß die Dienerschaft zurVorsicht ermahnt werden, damit durch Ungeschicklichkeit, z. B.durch etwauiges Hinwerfen von Geschirr, oder dadurch, daß Gästewohl gar mit Sauce oder dergleichen begossen werden, was sohäufig geschieht, keine Störung veranlaßt wird. Die Suppewird bei großen Tafeln von dem Lullet aus an mehreren Stel-len zugleich vorgelegt, und alsdann nimmt jeder Diener zweiTeller, den einen mit weißer, den andern mit branner Suppe,damit jedem Gaste die Wahl frei steht. Die ganzen Fische ser-virt man mit einem Löffel, mit welchem sich jeder Gast seinePortion nach Belieben absticht, zu den geschnittenen Fischen aberlegt man einen Löffel und eine Gabel auf die Schussel, zu denIlors ä'oeuvre bloß eine Gabel, und zn dem Rinderbraten, wel-cher in der Küche von dem Knochen getrennt, in die gehörigenGilets geschnitten, nnd mit gebratenen Kartoffeln garnirt ist, einenLöffel und eine Gabel, nnd eben so zu ähnlichen, andern Fleisch-speisen. In den Gemüsen legt man einen Löffel, oder, sind meh-rere Gemüse abgesondert ans derselben Schüssel angerichtet, sokommt zu jeder Abtheilung ein Löffel, Der grüne Salat wirdin den ^ssiettes von Glas mit Löffel und Gabel vou Holz oderHoru präsentirt, während man zu den übrigen ^siettes bloßeinen Löffel nimmt. Zu alle« Braten giebt man auf die Schüs-sel Löffel und Gabel, zu den kalten Pasteten aber bloß einenLöffel znm Ausstechen, indem man schon vorher einige Portionenauf- und losgestochen hat. Zu den geschnittenen Torten werdendie Kuchenschaufeln beigelegt. Sobald nun eine Schüssel präsen-tirt wird, muß die folgende schon aus der Küche geholt werden,weil man jetzt nicht mehr wie früher einen halben Tag bei einemDiner zubringen, sondern dasselbe höchstens binnen zwei Stundenbeendet wissen will. Nach Aufhebung der Tafel begeben sich dieHerrschaften in der Regel in die Nebenzimmer und Salons, woalsdann der Kaffee und die seiueu Liqueure, als LiirasHao,setie, persioo und dergl. mehr präsentirt werden, was jedoch beieinem ganz großen viuer nicht geschieht.

Die gewöhnlichen kleinen Soupers weichen dagegen, wasdas Servilen anbetrifft, von den bisher, gegebenen Vorschriften