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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
Entstehung
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Weine mit den rcin abgewaschenen Flasche» in silberne oderplattirte Unterste. Zur Rechten eines jeden (^ouvert legt mcn,ein Weißbrot und Messer, Gabel »nd Eßlöffel. Die Serviettenwerden, einfach zusammengeschlagen, auf die Teller gelegt, den»das kunstliche Zusammenlegen der Servietten ist nur noch inNestaurationen gebräuchlich. Zuletzt stellt mau vor jedes Ouuverteinen Stuhl, und die Tafel ist somit fertig.

Die Hauptpersonen erhalten ihren Platz in der Mitte derTafel vor dem großen pl-iteau, die übrigen folgen dem Rangenach. Eine Hauptsache ist nur noch die richtige Eintheilung undJlistruetiou der Dienerschaft. Wäre z. B. ein Diner von acht-zig Personen, so müßte immer Einer zehn Personen bedienen,so daß also sämmtliche Gäste die Speisen fast zn gleicher Zeiterhalten; von der Mitte auf beiden Seiten der Tafel müßteman alsdann den Anfang machen, wo sich nun der eine links,der andere rechts wendet, so daß sie an den Endseiten zu gegen-seitig zusammen treffen. Hierauf präfentiren Andere die Neben-sachen zn den Speisen, z. B. die Sauce, die Kartoffeln, dasladolli-et, auf welchem die ?Igeans mit Oel, Essig und Mostrichstehen, zu dem Rindfleisch, die kalt ausgeschnittenen Sachen zuden Gemüsen, die Salatc zu den Braten n. s. w. Außer denaufgestellten Weinen werden von Leuten ans der Kellerei die be-sondern Weine, wie z. B. der M.ickeira nach oder zu der Suppe,und die übrigen zu den Gerichten, wozu sie bestimmt sind, prä-sentirt; ebenso werden von denselben bei dem Braten die Cham-pagner-Gläser aufgestellt und voll geschenkt. Sobald nun dieMesser und Gabeln nebst den Tellern gewechselt sino, wird dasnächstfolgende Gericht herumgereicht, jedoch muß die Dienerschaft,welche bei der Tafel aufwarten soll, nur bei derselben bleibe»,und ma» muß besondere Leute annehmen, um die Speise» ausder Küche heraufzuholen. Letztere liefern die Speise» an denjc-nige», welcher die Tafel zu dirigireu hat, bei dem dazu bestimm-ten küsset ab, und dieser verabfolgt dann erst die Schüsseln andie Dienerschaft, sobald Alles, was dazu gehört, vollständig bei-sammen ist. Die herum gereichten Schüsseln werden hieraufwieder zu dem Kusses, zurückgebracht, und dort so lauge verwahrt,bis die Teller zum andern Gange gewechselt sind, damit diesel-be» zur Haud sind, im Fall Jemand noch einmal von derselbenSpeise zu haben wünscht. Das Dessert wird zuletzt von derTafel genommeu, de» Gästen präfentirt, »nd dann wieder aufseinen frühern Platz gestellt. Die Reihenfolge der Speisen giebt