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Kochbuch für Haushaltungen aller Stände
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löffel; 15) eine» großen Theekessel, welcher immer mit reinemWasser gefüllt auf dem Feuer stehen muß; 16) einige kleine ver-zinnte Töpfe.

Sämmtliche Kupfergeschirre müssen mit Nummern und mitden Anfangsbuchstaben des Namens der Besitzer gezeichnet,dann nach jedwedem Gebrauch rein und blank gescheuert, undimmer auf ihren bestimmten Platz gestellt werden. Man mußdarauf sehen, daß die Person, welcher das Scheuern der Geschirreobliegt, das Kupfer nicht mit Sand oder Asche reinige, weil da-durch das Zinn abgerieben wird, und, falls etwas in der Kasse-rolle stark angebrannt ist, so muß man dies mit Holzasche undWasser loskochen und mit dieser Lange so lange stehen lassen,bis das Angebrannte sich leicht ablösen laßt. Das Scheuerngeschieht in großen Hauswirthschaften am besten, wenn man einengroßen viereckigen, eingemauerten kupfernen Kessel hat, in wel-chem man Branntweinsschlempe recht warm erhält. Man legtalsdann sämmtliche zu scheuernde Geschirre hinein, nimmt sienach einer Weile heraus, reinigt sie mit heißem Wasser undeinem Wisch pon Bast, spult sie in einem Zober mit kaltemWasser ab, und trocknet sie darauf mit einem Wischtuch ab. Inkleinen Wirthschaften reinigt man sie in- nnd auswendig miteinem in heißes Wasser oder schwache Lauge getauchten Bast-wisch, putzt sie dann mit Bieressig oder Bierneigen außerhalbblank, spült sie in reinem Wasser ab, trocknet sie darai/f miteinem Tuche, läßt sie auf dem Feuerheerde nachtrockuen, undstellt sie endlich an ihre» Platz. Werde» die Kasserolle» durchlauge» Gebrauch inwendig etwas hellgrau, und scheint es, alsob das Zinn größtentheils heraus wäre, so kocht ma» sie mitguter Holzasche und Wasser langsam aus, denn dadurch werde»sie inwendig wieder weiß. Hat sich i» de» Theekessel» Salpeterangesetzt, oder will man das Ansetzen desselben verhindern, somuß man öfters Kartoffel» dari» kochen. Die Kasserollen legtma» nach der Nummer auf das Nepositorium, und dreht dieStiele alle nach ei»er Seite zu, damit sich Niemand an densel-ben stoßen kann. Die Formen verwahrt ma» i» dem Spinde,die Holzlöffel und dergleichen mehr in de» Tischkasten, nnd dasSalzgefäß hängt man in die Nähe des Heerdes. Will maneinen kleinen Gewnrzkasten zur Hand haben, so lasse man sicheinen solchen von Holz machen, weil die von Blech angefertig-ten leicht rostig werden, und halte sich in demselben sowohl gan-ze», als gestoßenen, weißen u»d schwarze» Pfeffer, ganze Muskat-