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Zur Geschichte der Düsseldorfer Kunstakademie : Abriß ihres letzten Jahrzehnts und Denkschrift zur Einweihungsfeier des Neubaus
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Anmerkungen zur ersten Abtheilung.

v ) Schon 1767 wurde in der That L. Krähe, der erste Director der Düsseldorfer Aka-demie, von Rom berufen. Schon im Jahre 1767 wird die Anstalt auch in einer aus Schwetzingendatirten officiellen Urkunde als die „alldasige Akademie der Zeichenkunst" bezeichnet. Wirmüssen also doch wohl an diesem Jahre als dem Gründungsjahre festhalten, obgleich die Anstalterst 1774 in vollständig organisirter Gestalt auftaucht und die Statuten erst 1777 gegeben wurden.Diese letzteren Thatsachen ergeben sieh aus einem in rothen Saffian mit reicher Goldpressunggebundenen Akademie-Buche, welches das Düsseldorfer Kupferstich-Cabinet aufbewahrt. SeinTitel lautet: Pars Prima. Librum (sie) Accademiae (sie) Electoralis Picturae Sculpturae et Archi-tecturae ab Anno MDCCLXXIV.

2 ) Die Königl. Kunstakademie zu Düsseldorf. Ihre Gesehicbte, Einrichtung etc.; vonB. Wiegmann. Düsseldorf 1856.

8 ) Ueber künstlerisches Leben und Wirken in Düsseldorf bis zur Düsseldorfer Maler-schule unter Director Schadoiv; von K. Strauven. Düsseldorf 1862.

4 ) Die Semisäcularfeier der K. Kunstakademie zu Düsseldorf etc. Herausgegeben vonL. Bund. Düsseldorf 1870.

5 ) Kölnische Zeitung vom 22. März 1872. Zweites Blatt. Man vergleiche auch den vonMoritz Blanckartz verfassten Bericht in Lützow's Zeitschrift für bildende Kunst, Bd. VIII, Bei-blatt S. 225-228.

6 ) Das Lehrer-Collegiurn der Akademie bestand damals nur aus den Meistern J. Keller,E. Deger, A. Müller, C. Müller, A. Wittig, H. Wislicenus, J. Boeting, dem beurlaubten,aber durch A. Flamm vertretenen Osw. Achenbach und dem Inspector Holthausen. Aber dieim Texte genannten anderen Meister hatten gemiethete Ateliers im Akademiegebäude inne.

7 ) Der Regierungspräsident Frhr. von Ende, jetzt Oberpräsident der Provinz Hessen-Nassau, stand damals an der Spitze des Curatoriums. Neben ihm war der Geh. Baurath KrügerMitglied dieser Zwischenbehörde.

8 ) Hier irrte H. Becker. Nicht die vom Prinzen Albert veranstaltete Sammlung, sonderndie grossen Photographien nach den Londoner Cartons zu Bafael's Tapeten, mussten im Stichgelassen werden und verbrannten, bis auf eine.

9 ) Man hätte das Bild doch transportirt; aber die Gefahr war bereits vorüber, als eshalb herabgenommen war.

10 ) Die Rede, welche Bossmann bei dieser Gelegenheit hielt, ist abgedruckt in der Zeit-schrift für bildende Kunst, Beiblatt, VIII S. 658.

n ) Vgl. B. Endrulat: Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf etc. Düsseldorf, L. Voss& Co., 1879.