Das Festmahl. 87
Erholungswanderungen stehen und Zeugniss ablegen, wie eingrosser Künstler hier geehrt wird. Helfen Sie mir dankendem unermüdlichen Mitbereiter dieses Denkmals.
Und du, meine schöne Kunststadt Düsseldorf, Sie, meinegeehrten Mitbürger, die Sie Ihrem grossen Sohne ein bleibendesStandbild unter sich errichtet haben, helfen Sie mir dankendem unermüdlich ringenden, fleissigen Arbeiter des Cornelius-Vereins. Und so schalle denn im Zusammenklang aller Gläserund Stimmen es laut und herzlich: Herr RegierungsrathSteinmetz lebe hoch!
Die Rede des Herrn Ober-Bauraths Professors Schmidt aus Wienvermögen wir nur zum Theil ihrem Wortlaute nach wiederzugeben.
Ihre einleitenden Gedanken waren etwa folgende:
Zuerst wies der Redner erinnernd darauf hin, dass gleich bei demersten Auftauchen der Idee, dem Meister Peter von Cornelius ein Denkmalzu setzen, sich die Vertreter der Akademie der bildenden Künste inWien, wie der Künstlergenossenschaft daselbst, an die Spitze der Unter-zeichnung gestellt hätten, eine natürliche erfreuliche Folge jenes Verhält-nisses, nach welchem keine Idee, kein grosser Gedanke in einem derbeiden Reiche Deutschland und Oesterreich angeregt werden könne,ohne in dem andern seinen Nachhall zu linden.
Sodann sprach der Redner davon, dass seine Kunstgenossen wiealle Kunstfreunde Wiens und Oesterreichs den Gang des Unternehmensmit hohem Interesse verfolgt und nun mit grosser Genthuung vernommenhätten, dass es mit deutscher Treue und Gewissenhaftigkeit zu Endegeführt worden sei.
Sehr gern hätten seine Genossen und er der an sie ergangenenEinladung, dem Feste der Enthüllung des Cornelius-Denkmals anzuwohnen,Folge geleistet und sei er nun ermächtigt, die Grüsse und Glückwünscheder Akademie der bildenden Künste sowie der Künstlergenossenschaftin Wien zu überbringen.
„Zunächst bringe ich" — so fuhr der Redner fort — „meinenGruss und Glückwunsch dem Cornelius-Verein, welcher durch Aufstellungdieses Denkmals den Dank der Nation an einen ihrer grössten Meisterder Kunst abgetragen hat.
Mein zweiter Gruss gilt der Künstlerschaft Düsseldorfs. Mögen inihr die grossen Gedanken der Kunst allzeit lebendig sein und ihreSchöpfungen stets und immerdar der deutschen Kunst zu Ruhm undEhre gereichen!
Den dritten Gruss endlich bringe ich von Stadt zu Stadt, von Landzu Land.