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Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf : Geschichte seiner Errichtung und Enthüllung 1869 - 1879 ; mit einer photographischen Abbildung des Denkmals
Entstehung
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86 Das Festmahl.

kurzen, kräftigen Sätzen dem Secretair des Cornelius-Vereins, HerrnKegierungsrath Steinmetz, ein Hoch brachte und Herr Ober-BaurathFriedrich Schmidt, der Vertreter der Wiener Akademie, der in warmen,zündenden Worten die Einheit des deutschen Geistes feierte.

Herr Professor Baur äusserte sich etwa folgendermassen:

Meine Herren! Verehrte Festgenossen!

Gestatten Sie mir nach den vielen officiellen Toasten, Sienoch zu einem pflichtschuldigen Axtsdruck des Dankes aufzu-fordern, des Dankes für einen vielverdienten, rastlos thätigenArbeiter des Cornelius-Vereins, der keine Mühe scheute, derkeine Arbeit ungethan Hess, um Stein zu Stein zu fügen, bisdas Werk vollendet stand.

Wir haben vorhin unsere grösste Anerkennung für dieVerdienste Seiner Excellenz des Herrn Ober - Präsidentenvon Kühlwetter um die Entstehung des Denkmals an denTag gelegt und unsere dankbare Bewunderung seinen Amts-nachfolgern ausgedrückt für die so thätige und glücklicheFörderung des Werkes; — eines der grössten Verdienste desHerrn von Kühlwetter aber war es, zugleich mit dem zün-denden Gedanken auch die Kraft zu bezeichnen, die in ihremenergischen und unermüdlich helfenden Thun die beste Ga-rantie des Gelingens mit sich brachte. Ich meine den Secretairdes Vereins Herrn Regierungsrath Steinmetz. Und gewiss,in ihm war der rechte Mann gefunden, das ungeheure Material,welches der Plan in sich trug, zu sichten, zu verarbeiten unddabei auszuhalten, bis wir heute vor dem Erfolge stehen.

So lange aber das Denkmal steht, wird es ein Zeugnisssein auch seines aufopfernden Fleisses und seiner Thatkraft.

Um ihm dafür zu danken, haben wir keine andere Form,als die, durch einen herzlichen und freudiglauten Zuruf unsererEmpfindung Ausdruck zu geben. Dazu würde aber meineStimme allein nicht genügen; so helfen Sie mir, verehrteFestgenossen!

An Sie zuerst, meine Herren Ehrengäste und Vereins-mitglieder, wende ich mich. Sie haben wohl von uns Allenzumeist die Mühewaltungen unseres Herrn Secretairs, die sichja sonst der Oeffentlichkeit entziehen, zu bewundern Gelegen-heit gehabt, helfen Sie mir nun, ihm zu danken.

Dann geht meine Bitte an Sie, meine verehrten Kunst-genossen : Wir sehen unseren Altmeister Cornelius in ehernemGlänze in unserer Mitte auf dem schönsten Platze unserer