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Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf : Geschichte seiner Errichtung und Enthüllung 1869 - 1879 ; mit einer photographischen Abbildung des Denkmals
Entstehung
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28 ü' e Festvorbereitungen.

Minister Herr Bitter, ebenso der Ober-Präsident der Rheinprovinz, HerrDr. von Bardeleben und der commandirende General des 7. Armee-Corps, General der Cavallerie, Herr Graf zu Stolberg.

Unter den preussischen und deutschen Kunst-Akademieen und Kunst-schulen aber, deren Vorstände zur Theilnahme an dem Corneliusfesteeingeladen worden, war nicht eine, die sich nicht bereit erklärt hätte,Vertreter zu dem für die deutsche Kunstwelt so bedeutungsvollen Vor-gange zu entsenden. Das Gleiche geschah seitens der Kaiserlich-König-lichen Akademie in Wien. Ebenso bereitwillig sagten der Hauptvorstandder Deutschen Kunstgenossenschaft in Dresden und zahlreiche Lokal-vereine derselben ihre Betheiligung an der Feier zu.

Mit Uebergehung mehrerer anderer namhafter Persönlichkeiten, derenTheilnahme am Feste dem Coniite zu grosser Genugthuung gereichte,wollen wir nur noch hervorheben, dass beide Biographen von Cornelius,der Königlich Bayeiische Hofrath Professor Dr. Ernst Förster inMünchen und der Director des Herzoglichen Museums in Braunschweig,Professor Dr. Riegel, in der Lage waren, dem Feste beiwohnen zukönnen.

Selbstverständlich hatte das Comite gewünscht, die noch lebendenAnverwandten Peters von Cornelius an dem Festtage um sein Stand-bild zu vereinigen, aber nur die in Düsseldorf lebende Nichte des Meisters,verwittwete Frau Schily, geborene Cornelius, vermochte anwesend zusein, nicht sein Sohn, der in Bernburg wohnende Oberstlieutenant z. D.und Landwehr-Bezirks -Commandern* Cornelius, dem seine durch eineschwere, in der Schlacht bei Mars-la-Tour erlittene Verwundung erschütterteGesundheit die Reise nach Düsseldorf untersagte, nicht sein Neffe, derin München lebende Professor Cornelius.

Unter diesen Umständen war es um so erfreulicher, dass die einstigeGattin Peters von Cornelius, die er aus ihrem Vaterlande Italien heim-geführt und die in jugendlicher Anmuth und kindlicher Verehrung dieletzten Lebensjahre des Altmeisters verschönt hatte, dem Feste ihre An-wesenheit nicht versagte.

Frau Teresa di JBajardi-Cerboni, verwittwete von Cornelius,jetzt die Gattin eines Arztes in Urbino, ihrer Vaterstadt, hatte alle Nach-richten über die Absicht, ihrem verewigten grossen Gatten ein Denkmalzu errichten, mit dem lebhaftesten Interesse verfolgt und oft zu Freundenaus Deutschland den Wunsch geäussert, das Denkmal sehen und inDeutschland die Stätten wieder besuchen zu können, an die sie so theureErinnerungen knüpften.

Als nun die Einladung des Comite's an Frau di Bajardi-Cerboninach Urbino kam, da sagte sie freudig ihr und ihres Gemahls Kommenzu. Das deutsche Schreiben der italienischen Dame, mittels dessen dies