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Das Cornelius-Denkmal in Düsseldorf : Geschichte seiner Errichtung und Enthüllung 1869 - 1879 ; mit einer photographischen Abbildung des Denkmals
Entstehung
Seite
29
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Die Pestvorbereitungen. 29

geschah, ist an und für sich so interessant und zeigt Geist und Herz dereinstigen Lebensgefährtin von Cornelius in so schönem Lichte, dass wiruns nicht versagen können, es hier zum Abdrucke zu bringen. Es lautet:

„Urbino, den 15. April 1879.

Ew. Hochwohlgeborenbeehre ich mich, auf das im Namen des hochlöblichen Comite'sdes Cornelius-Vereins an mich unter dem 29. März d. J. ge-richtete Schreiben zu erwidern, dass mein Mann und ichselbst entschlossen sind, die lange Reise zu unternehmen, umder feierlichen Enthüllung des Denkmals beizuwohnen.

Nicht ohne mancherlei Schwierigkeiten ist dieser Planauszuführen. Indessen ist es meinem Herzen ein Bedürfniss,dem unauslöschlichen Andenken an meinen seligen Mann, derDankbarkeit und Hochachtung gegen die Mitglieder desComite's, welche bestrebt sind, dieses theure Andenken füralle Zeiten zu verewigen, sowie endlich auch meiner besonderenAnhänglichkeit an die ganze deutsche Nation durch meine per-sönliche Theilnahme an diesem Feste Ausdruck zu geben.

Wir beabsichtigen, am 10. Mai Urbino zu verlassen, umzuerst nach Berlin zu gehen, wo so viele Freunde des Ver-ewigten mit mir die köstlichen Erinnerungen der kurzen Jahremeines dortigen Aufenthaltes getheilt haben, und wohin esmich stets zieht, um die Stätte wieder zu besuchen, die destheuren Cornelius sterbliche Hülle birgt.

Von Berlin aus werden wir am 23. Juni nach Düsseldorfabreisen.

Mein Mann empfiehlt sich Ew. Hochwohlgeboren unbe-kannter Weise ganz ergebenst. Gleich mir erkennt er dankenddie grosse Freundlichkeit des Comite's gegen uns an.

Mit vorzüglichster Hochachtung

(gez). Teresa di Bajardi-Cerboni,verwittwetc von Cornelius.

Seiner Hochwohlgeborendem Herrn Hegierungs-Piäsidonten Herrn von Hagemeistor."

Während die verschiedenen Abtheilungon des Festausschusses inrüstiger Arbeit die Festvorbereitungen förderten und dem Abschlüssezuführten, waren auch der granitene Sockel des Denkmals und diebroncenen Bestandtheilo desselben in Düsseldorf eingetroffen und wurdenauf dem Denkmalsplatze zusammengefügt.