Die Festvorbereitungen. 27
„Sigmaringen, 6. April 1879.
Euer Hochwohlgeboren
sprechen wir für die Namens des Comite's des Cornelius-Denkmals uns bewiesene Aufmerksamkeit der Einladung zuder Enthüllungsfeier des Standbildes am 24. Juni unsernwärmsten Dank aus, zugleich aber unser aufrichtigstes Be-dauern, der freundlichen Aufforderung nicht folgen zu können.Geistig werden wir indessen in Ihrer Mitte anwesendsein, uns dieser weiteren Verherrlichung Düsseldorfs erfreuend,das durch die Errichtung des Cornelius-Standbildes nicht alleinden Altmeister der Kunst, sondern auch sich selbst ehrt.
Mit grösster Hochachtung
(gez.) Carl Anton, (g ez -) Josephine,
Fürst zu Hohenzollern. Fürstin Hohenzollern.
An
das Comite des Cornelius-Vereins,
zu Händen Ihrer Hochwohlgeborendes Herrn Regierungs-Präsidenten von Hagemeister als Vorsitzendenund des Herrn Regierungsraths Steinmetz als Schriftführer
in Düsseldorf."
Mit gleich warmem Danke und gleich freundlicher Erinnerung anDüsseldorf lehnten auch die beiden in Deutschland weilenden Söhne desfürstlich Hohenzollernschen Paares, Erbprinz Leopold und PrinzFriedrich, die an sie ergangene Einladung ab.
Ebenso war Seine Excellenz der Minister der geistlichen etc. An-gelegenheiten, Herr Dr. Falk, am Erscheinen verhindert, doch war seinMinisterium bei der Feier nicht unvertreten*).
Einen erfreulichen Erfolg hatten die Einladungen, die das Comitean andere hochgestellte, seiner Sache nahestehende Persönlichkeiten sowiean die Notabilitäten der deutschen Kunst gerichtet. So sagten die dreifrüheren Kegierungs-Präsidenten von Düsseldorf, die nacheinander dieLeitung des Vereins innegehabt, ihr Erscheinen zu: der jetzige Ober-Präsident von Westfalen, Herr von Kühlwetter, der Ober-Präsidentvon Hessen-Nassau, Herr Freiherr von Ende, und der damalige Unter-staatssecretair im Ministerium des Innern, jetzige Staats- und Finanz-
*) Der geneigte Leser findet am Schlüsse dieses Buches ein Verzeichnissder Ehrengäste und sonstigen Geladenen des Cornelius-Vereins, welche der Ent-hüllungsfeier beigewohnt haben. D. Verf.