Druckschrift 
Local-Forschungen über die alten Grenzwehren und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen
 

22

derselben verfolgt man die Spuren durch die Felder nur in einem IGrasraiiie, der als Pfad dient; dann tritt in einem Tannenbuschder Wall wieder mit den beiden Gräben auf (XVIII, 4a). Fernerlassen sich die Reste durch Gestrüpp verfolgen, bis sie die Chausseewieder bei Nummerstein 2,4 treffen; jenseits derselben, den Abhanghinab, ist nur mehr ein Graben vorhanden. Nachdem die Grenz- 1wehr die Chaussee alsbald wiederum geschnitten steigt sie über dieHöhe in's Emsthal. Man bemerkt besonders bei der Silberschmelze denGraben deutlich, ebenso im Walde auf der Höhe, wo er sich anden von Bad-Ems kommenden Arm anschliesst. Bei dem An-schlüsse sind noch zwei Wälle mit zwei Gräben vorhanden I(XXXVI, la). Der von Hardert über die Alaunhütte ziehendeArm hat bei der alten Burg zwei Wälle mit starkem Profil(XXXIV, 1) Jenseits des Saustallsthales sind in den Feldern !nur die Spuren eines Grabens, der sich im Walde sehr vertieft,sichtbar. An der Alaunhütte liegt noch der Rest eines Wallesmit Graben (XXXIV, 2). Die weiter nördlich auf dem Wester-walde gelegenen Grenzwehrzweige bestehen gleichfalls aus ein-und mehrfachen Wällen und Gräben. Ebenso verhält es sichmit dem von Segendorf nach Monrepos laufenden Arm: derselbebesitzt bald einen, bald zwei starke Wälle (XXII, 1, 2); strecken-weise ist auch nur ein blosser Graben sichtbar. Besondere Be-achtung verdient der von Segendorf gen Roggenfeld ziehendeArm, der gemeinlich als die Fortsetzung des Heidengrabens ange- jsehen wird. Er hat im Ganzen dieselbe Beschaffenheit wie dieser(XV, 2, 3, 4, XVI, 8, XIX, 1, 2), und führt auch denselbenNamen, zeigt aber stellenweise sehr merkwürdige Abweichungen.Auf dem hohen Gebirgsrücken nördlich von Helenberg bestehter aus drei Wällen, abwechselud mit vier Gräben (XVII, 10)und auf dem Marschfelde sogar aus vier Wällen mit vier Gräben(XV, 1); die letztere Stelle war bereits dem Oberstl. Schmidtaufgefallen, indem er anführt, class hier der Graben doppelt werde.Ausserdem findet man zuweilen hinter dem Aufwurfe noch einenzweiten Graben (XV, 4), oder der Aufwurf ist gänzlich geschwun-den, und nur ein blosser Graben geblieben, entsprechend wie beidem Heidengraben zwischen Wied und Lahn. Vergleicht maunun die Construction der Grenzwehren am Oberrhein mit denenam Niederrhein, so findet man sowohl da, wo dieselben noch

i wr^^/^f mm wsmwvw