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Local-Forschungen über die alten Grenzwehren und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen
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struction derselben aus den noch erhaltenen Ueherresten so genauals möglich festzustellen. Leider hat die Zerstörung während sovieler Jahrhunderte diese Arbeit äusserst erschwert, da die Wälleund Gräben theils systematisch vernichtet, theils zu den verschie-densten Zwecken umgeändert worden, theils bis auf den heutigenTag meist zu Culturzwecken einer allmäligen Veränderung und Zer-störung unterliegen. Bei der weitgreifenden Untersuchung, welcheich seit nunmehr zehn Jahren diesen Ueherresten gewidmet, habensich aber noch so bedeutende Anhaltspunkte ergeben, dass sichdaraus ein sicherer Schluss auf die ursprünglichen Formen ablei-ten lässt. Ich werde daher auf Grund der vorliegenden 249Durchschnittsprofile, welche ich an Ort und Stelle aufgenommen,vorerst die alten Wallanlagen von der holländischen Grenze biszur Wied hinauf einer genaueren Betrachtung unterziehen. Zu-nächst zeigt sich der Arm der Landwehr, der von Ysselburg, imKr. Rees, südwärts bis zum alten Lippebette führt, noch in vielenTheilen, z. B. bei dem Hausezum grossen Kaiser" wohlerhallen.Er besteht hier aus drei Wällen, abwechselnd mit vier Gräben.Diese Wälle sind von ungleichen Dimensionen, und zwar zeichnetsich derjenige, welcher am meisten gen Westen hegt, vor denbeiden darauffolgenden durch seine grössere Breite aus. DieKronenbreite beträgt hier "4,7 m., während sie bei dem folgendenWalle nur 3,2 m. und dem darauffolgenden nur 2,8 m. beträgt(II, 1 a). Ganz analoge Formen finden wir bei der Landwehr,die beim Hause Schulte Barnum über die Lippe kömmt und süd-wärts bis zum Hause Mühlenbruch zieht. Diese - besteht auf derBruchhauser Heide, Kr. Duisburg, ebenfalls aus drei Wällen,ahwechselnd mit drei Gräben ; der äusserste, nach Westen gelegeneWall hat auf der Krone eine Breite von 2,8 m, während deröstlich darauffolgende nur 1,6m. und der folgende nur Im. breitist (III, 1). Die bei Bucholt über die Lippe kommende undnach Süden ziehende Landwehr zeigt ebenfalls in der Nähe vonDinslaken, Kr. Duisburg , drei wohlerhaltene Wälle abwechselndmit drei Gräben, von denen der nach Aussen gelegene auf derKrone 4,7 m. breit ist, der mittlere nur 1,9 m. und der äusserenur 1,6 m. (IV b, 3). Nicht weniger wohl erhalten ist die Landwehrbei der Zeche Roland, gleichfalls im Kr. Duisburg, wo sie wiederumaus einem breiteren Walle besteht, auf den zwei schmälere folgen,