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Local-Forschungen über die alten Grenzwehren und Schanzen auf der rechten Rheinseite der Provinz Rheinpreußen
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Berichten angeführten Resultate, sowohl hei denen am Ober- wieam Niederrhein, vollständig bestätigt gefunden. Die Grenzwehrenin der Wied- und Lahngegend ziehen sämmtlich durch die Ge-birge, und man beobachtet liier, wie unter ähnlichen Verhältnis-sen am Niederrhein, dass die einzelnen Zweige, wo es angeht,die Thäler aufsuchen, und an den Gehängen, parallel mit derThalsohle, fortlaufen,. wie dies schon ein Blick auf die General-stabskarten, in welche dieselben eingezeichnet sind, erkennen lässt.Dagegen habe ich die Hypothese, welcher man zuweilen begegnet,als hätten die Grenzwehren an den schluchtigen Thälern, woBeide in derselben Richtung laufen, geendet, und die Thäler selbst,als Ersatz für die Wälle, als Schutzlinien gedient, durch die Er-fahrung nirgends bestätigt gefunden. Da ich selbst bei Thal-schluchten mit steilen Abhängen, auf welchen die Anlage vonWällen unthunlich war, doch die Grenzwehren vorgefunden, indemsie dann auf den Höhen, an dem oberen Rande solcher Schluchten,denselben parallel laufen: so kann ich mir diese Hypothese ebenso wenig aneignen, als die in meinem 3. Berichte erwähnte, dassdie Grenzwehren, wenn sie die Thalschluchten durchschneiden,an den Thalrändern völlig aufgehört, und der tiefe Thalgrundals Ersatz gedient habe.

Für die Bestimmung des Alters der Grenzwehren ist dieErforschung ihrer Construction von hoher Bedeutung. Auf demim Jahre 1868 zu Bonn tagenden internationalen Congresse derGeschichts- und Alterthumsforscher wurde die im Programm auf-gestellte Frage, durch welche Kennzeichen sich, ausserhalb desLimes, die römischen Wälle von den germanischen unterscheidenlassen, durch ein allgemeines Stillschweigen erledigt. Es erklärt sichdieses aus dem tiefen Standpunct, den bis jetzt die Erforschung deralten Wallanlagen im Rheinlande noch immer einnimmt. Um diefraglichen Kennzeichen aufzufinden, ist vor Allem erforderlich,die zahlreichen alten Wälle und Gräben, welche in ihren Ueber-resten das Land bedecken, wenigstens nach ihren Hauptmerkmalenvorher genau kennen zu lernen. Dies ist aber bisheran so weniggeschehen , dass die ganze Literatur kaum einige Profile solcherWälle und Gräben aufzuweisen hat. Mir scheint daher, um überUrsprung und Zweck unsrer rheinischen Wallanlagen zu einemsicheren Urtheile zu gelangen, vor Allem nothwendig, die Con-

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