91Herrn der Heerschaaren!“ Denn sie lügen es in ihrem MundeDer Mann nach dem Herzen Gottes sagt: „Dein Dienerhält Deine Gebote; in ihrer Beobachtung liegt vielfache Vergel-tung.“ Ps. 18, 12. Und wiederum: „Wer wird auf den Berg desHerrn steigen, oder stehen an seinem heiligen Orte? wo der Herrsprechen wird: „Wohlan! Du guter und getreuer Knecht, weil Duüber Weniges treu gewesen, will ich Dich über Vieles setzen: geheein in Deines Herrn Freude.“ (Matth. 25, 28.) — „Wer un-schuldig an Händen und eines reines Herzens ist; wer seineSeele nicht gebraucht zum Eiteln, und nicht fälschlich schwöretseinem Nächsten, der wird den Segen vom Herrn erlangen, undBarmherzigkeit von Gott, seinem Heilande.“ Ps. 23, 4. Deßhalbermahnt uns der Apostel Petrus so herzlich mit den Worten:„Darum, Brüder, befleißet Euch um so mehr, Euren Beruf undEure Auserwählung durch gute Werke gewiß zu machen; denn sowird Euch ein weit offener Eingang in das ewige Reich unsersHerrn und Erlösers Jesu Christi verstattet werden.“ 2. Petri,1, 10 und 11.Wenn wir gute Christen und aufrichtige Gläubige sein wol-len, so müssen wir alle insgesammt von Gott dem Herrn diesesdenken:1. Daß er wegen seiner unendlichen Güte nie ablassen kann,seinem Geschöpfe, dem Werke seiner Hände, wohl zu wollen undGutes zu thun, seine Gnade ihm zu beweisen und ihm unzähligeWohlthaten zu erweisen. Weish. 11. 24.2. Daß er wegen seiner Barmherzigkeit nothwendig Mitleidhaben muß mit dem armen Sünder, indem er ihn zur Buße an-leitet, ihm seine Schulden nachläßt, seine Sünden ihm verzeihetihn aus der Macht der Finsterniß und der Sklaverei des Teufelserlöset, wiewohl er dessen unwürdig ist. Matth. 15, 23.3. Durch die Liebe zeigt er, daß ihm nichts mehr Freude machtund tiefer zu Herzen geht, als die Seligkeit der Kinder Adams.Joh. 3, 16.4. Durch seine Milde theilt er sich selbst seinen Geschöpfenmit, die er nach seinem Bilde und Gleichnisse geschaffen hat, auf daßwir seiner göttlichen Natur theilhaftig werden, welche das wahr-haftigste, das höchste und ewige Gut allein ist, das unsere Herzenersättigen und befriedigen kann. 2. Petri 1, 40.5. Wegen seiner Wahrhaftigkeit kann er nicht lügen nochtrügen. Himmel und Erde werden vergehen, aber sein Wort,welches die Wahrheit selbst ist, wird bleiben in Ewigkeit, undnicht ein Jota oder Pünktlein wird daran vergehen, bis sichalles erfüllt, wie Er gesagt hat.6. Letztlich durch seine Gerechtigkeit, die unveränderlich ist,die man nicht beugen noch brechen kann, gibt er einem Jeden denLohn nach seinen Werken. — „Was der Mensch säet das wirder ernten; wer auf das Fleisch säet, der wird vom Fleische das
Druckschrift
Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
Entstehung
Seite
91
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten