90dessen noch nicht, sondern gehe zum hl. Ambrosius über, und freue mich,mit ihm zu sagen: „Vergegenwärtigen wir uns wie in einem Bilde dieReinigkeit und das Leben der seligen Jungfrau Maria, in der, wie ineinem Spiegel die Schönheit der Keuschheit und die Gestalt aller Tugendenerglänzt. Was ist edler, als die Mutter Gottes? Was ist glänzenderals jene, die sich die ewige Klarheit (das ist Gott) auserwählte? Wasist reiner, als jene, welche den Leib (des Sohnes Gottes) ohne Ansteckungdes Leibes geboren hat? So war Maria beschaffen, daß ihr Leben alleinein Exempelbuch, ein Vorbild für Alle ist.Und noch mehr! Ich erhebe meine Stimme und spreche mit demhl. Johannes Chrysostomus, dem Goldmunde: „Wahrhaft würdig, gerechtund billig ist es, Dich o Gottesgebärerin und stets die allerseligste undganz unbefleckte Mutter unseres Gottes zu verherrlichen, zu loben und zupreisen, verehrungswürdiger als die Cherubim, glanzvoller als die Sera-phim, die du ohne Makel Deiner Reinigkeit Gott geboren hast. Wirpreisen dich als die wahre Gottesgebärerin, denn du hast uns geboren denHeiland unserer Seelen!“? — Die wohlgesinnten, wahrheitliebenden re-formirten Brüder, die daran Geschmack finden, sprechen mit mir dazu:Amen.Vierundzwanzigstes Kapitel.Die dritte Schwester, welche dem guten Willen Kraft und Muth gibt, ist: Retributio praemii: die Vergeltung des Lohnes.Wie die vorgenannte Schwester dem guten Willen sehrgetreu nachkommt, deßgleichen so erscheint diese dritte Schwesterim Gewande großer Mildthätigkeit, so daß sie mehr anbietet undgeben will, als der Wille wünschen, begehren und begreifen kann.Denn der Apostel sagt mit dem Propheten: „Daß kein Augegesehen, noch ein Ohr gehört, noch es je ein Menschenherzempfunden hat, was Gott denen bereitet hat, die ihn lieben.I. Cor. 2. Dieses hat der Prophet David ins Auge gefaßt, alser sagt Ps. 118, 112: „Meines Herzens Neigung richtete ichzum Thun deiner Satzungen auf ewig um der Belohnung willen.Mit Recht klagt der Prophet Malachias 3, 14 über das böseund gottlose Geschlecht, welches da spricht: „Unnützes thut werdem Herrn dient, und welchen Vortheil haben wir, daß wir seineGebote beobachtet haben, und traurig einhergegangen vor dempeccatum, qua concipere ac parere meruit eum, quem constat nullum ha-buisse peccatum. L. de nat. et grat. c. 56.Sit nobis tamquam in imagine descripta virginitas, vitaquebeatae Mariae, de qua velut in speculo refulget species castitatis et formavirtutis. Quid nobilius, Dei Matre? Quid splendidius, eâ, quam splendorelegit? Quid castius, eâ, quae corpus sine corporis contagione generavitTalis fuit Maria, ut ejus unius vita omnium disciplina sit. Lib. 2 de Virginib.2 Vere dignum et justum est, glorificare te Deiparam et semper beatissimam, et prorsus incontaminatam Matrem Dei nostri, honoratioremCherubim et gloriosiorem Seraphim, quae citra corruptionem Deum peperisti. Vere Deiparam te magnificamus, quoniam Salvatorem animarumnostrarum pepeiristi. In Liturgia.
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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90
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