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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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61geben kann) sein Kloster, seinen Orden und seine gottseligen Mit-brüder verließ; und als er in der Herberge von einer bekanntenPerson begegnet wurde, die ihn fragte: Was macht ihr hier? sogab er derselben zur Antwort: Ich überlege und bedenke michob ich lutherisch oder calvinisch werden soll! O elende undunselige Menschen, die ihr euch selbst den Strick um den Halswerfet! Und bedenket ihr nicht, daß der Apostel Judas, nichtder Verräther, sondern der Bruder Jakobi, von euch gesprochenhat:Sie sind murrende, stets klagende, nach ihren Lüsten wan-delnde Leute, die sich selbst trennen, da sie den Geist Christi Jesunicht haben. Jud. V. 16. Diese böse Art von Menschenhaben ihr ganzes Herz zu einer Herberge und Wohnung zweibösen, unreinen und verworfenen Geistern übergeben, nämlich demGeiste der Hoffart oder des Stolzes, und dem Geiste der Unkeusch-heit oder fleischlicher Wollust, wovon der Herr sagt: Diese ArtTeufel wird nicht ausgetrieben als durch Beten und Fasten (Matth.17, 21); weil sie aber diese Manier, die Teufel zu bannen, nichtmehr gebrauchen wollen, sondern Feinde derselben geworden, soist ihnen nicht zu helfen.Hier habt ihr nun ein kleines Bild der zu den Reformirtenverlaufenen Convertiten. Wer hierüber noch mehr vernehmen willder lese das Büchlein, welches unlängst in Cöln gedruckt wordenunter dem Titel:Die vier holländischen Evangelisten, welchealle vier verlaufene Mönche sind, und den berühmten Namen:Die evangelischen reformirten virtutes erhalten haben, welchesBüchlein des Lesens werth ist. Einer jedoch von ihnen, der vor-nehmste, ist durch Gottes Gnade wieder bekehrt und hat ein denk-würdiges Büchlein geschrieben über seine Bekehrung und freiwilligeBuße. Er fügt auch die Briefe hinzu, welche er den drei andernEvangelisten geschrieben, mit der Bitte und Mahnung, daß siedoch das süße und heilsame evangelische Joch Jesu Christi, welchessie so muthwillig und aus lauter fleischlichem Sinne von ihremHalse geworfen, wiederum aufnehmen möchten.Siebenzehntes Kapitel.Der Verfasser vertheidigt sein gutes Vornehmen und seinen Entschluß wider seineMitbrüder.Kommt nun heran und schauet, ihr Adamskinder, wie derTeufel sich wehrt, wenn ein verirrtes und verlorenes Schäfleinden Weg seines Verderbens erkannt hat und ihn verlassen will,indem es die Nothwendigkeit wahrnimmt, den Grund zu einemwahrhaft gottesfürchtigen Leben zu legen. Unser großer RabbiCrusius kommt mit seinen Mitbrüdern, wie gesagt, auf mich losund will absolut, ich hätte auf Art der Päpstlichen gefastet.Zelhorst: Auf päpstliche Manier, was hilft das? Ich erinnere