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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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54und nicht sterben. Wenn dieses nun aber geschehen soll, wassteht dann von der göttlichen Vorsehung zu erwarten? So mandie Hand an den Pflug legt und das Werk männlich mit GottesHülfe will, so steht zu erwarten, daß sich das Wort des Apostelserfüllen müsse, wo er spricht:Die gottselig in Christo Jesu lebenwollen, werden Verfolgung leiden. Und:Wir müssen durchviele Trübsale in's Reich Gottes eingehen. Dieß bedeutet, daßdie Welt Solche hassen und verfolgen wird; daß, wenn wir gott-selig leben, alle höllischen Geister und rasenden Großthiere sichwider uns erheben werden. Cerberus, der Höllenhund, wird seinenRachen und Schlund öffnen, und Feuer und Flamme speien; derTeufel mit all' seinen vermaledeiten Engeln wird allerseits inWehr und Waffen stehen, um seine Sklaven aufzuhetzen, daß sieihre Bogen spannen, und ihre vergifteten Pfeile auf uns abschießen.Was Rath nun? Der Mann nach dem Herzen Gottes gibtuns die Worte in den Mund, Ps. 90, 2:Er wird zum Herrnsprechen: du bist es, der mich nimmt; du bist meine Zufluchtmein Gott, auf ihn werde ich hoffen. Denn in seiner Hand stehtmein Wollen und Vollbringen. Was kann er nun so antworten und hoffen? Der Prophet antwortet:Mit seinen Schulternwird er dich decken und unter seinen Flügeln schöpfest du Hoff-nung. Wie ein Schild umgibt dich seine Wahrheit. Auf Schlangen und Basilisken wirst du wandeln und zertreten Löwen undDrachen. Das heißt: Die Hoffnung wird nicht zu Schandenwerden; die Wahrheit, welche Christus selbst ist, wird ihn nichtverlassen, sondern ihn schirmen und für ihn streiten. Gott wirdseine Gnade in ihm vermehren, daß er die mächtigen Pforten derHölle nicht fürchte. Er wird im Glauben und in der Wahrheit erfahren, daß das Gift der Schlangenbrut und der Ketzereienihm keinen Schaden bringe. Er wird durch Gottes Gnade dasBrüllen des höllischen Löwen und den Feuer und Flammen sprü-henden Drachen, der die Kirche Gottes von allen Seiten durch dieKetzer bestreitet und bedrängt, verlachen und beschämen, ja ihnunter seinen Füßen wie den Staub der Erde zertreten. Kann ermehr wünschen und begehren? Damit er nicht fürchte, sondernstandhaft bleibe, gibt ihm der Herr Muth, und verspricht ihm:Er rufet zu mir, und ich erhöre ihn; ich bin bei ihm in derTrübsal, ich erlöse ihn und bringe ihn zu Ehren. Mit vielenTagen will ich ihn erfüllen und ihm mein Heil zeigen. O, gebenedeiter Gott! Was ist doch der Mensch, daß du also seinergedenkest? Was sind die Kinder Adams, daß du dich ihrer alsoannimmst?So bald ich, das Fundament, auf welchem der Bau einesaufrichtigen Christenlebens aufgeführt werden sollte, zu legen be-davon nur eine leise Spurgonnen hatte, und meine Confratresvernahmen, welches Entsetzen, welcher Umschwung, welche Verdäch-tigung brachte das hervor in den Herzen dieser Männer! Da