51hörte: „Simon, der Teufel hat dich sieben wollen, wie den Wei-zen; ich aber habe für dich gebetet, auf daß dein Glaube nichtwanke. Luc. 22. Und der, welcher seinen Herrn dreimal ver-läugnet hatte, hörte die Worte: „Petrus, liebst du mich mehr alsdiese?und als er antwortete: „Herr, du weißt, daß ich dichliebe,so wurde ihm geantwortet: „Weide meine Lämmer, weidemeine Schafe.Das sind sie, die gesendet sind, die gepredigt haben und vonGott zu Vätern seiner Kirche bestellt worden; das sind sie, vondenen die Kinder für Gottes Kirche geboren sind, und in dieStelle ihrer Väter gesetzt, nämlich die Bischöfe, welche derheil. Geist eingesetzt hat, zu regieren die Kirche Gottes, die Erdurch Sein Blut erworben hat. Und an diesen kann niemalsMangel sein. Denn nach dem Propheten Os. 2 sagt der HerrBräutigam, Christus, der Messias, zu seiner theuren Braut, derKirche: „Ich will dich mir verbinden in Ewigkeit, und in derGerechtigkeit, im Geiste und in der Barmherzigkeit und der Er-barmung; ich will dich mit mir verbinden im Glauben, und dusollst wissen, daß ich der Herr bin.So wird dann die Braut Christi, die Mutter aller Gläu-bigen, die Kirche des lebendigen Gottes nimmermehr das Kleidder Gerechtigkeit ablegen, noch dessen beraubt werden; in ihremUrtheil wird sie nicht fehlen; Gottes Barmherzigkeit und SeineErbarmung ist ihr stets gegenwärtig; der Glaube, durch den sieden Herrn erkennt, liebt und ihm getreu ist, kann nicht abnehmenWie glücklich und selig sind also die Kinder und Glieder dieserBraut, der heil. Kirche? „Denn in dieser Kirche," sagt der heil.Lehrer und Märtyrer Irenäus, „hat Gott aufgestellt und einge-pflanzt die Apostel, Propheten, Lehrer, und die vollkommeneWirkung des heil. Geistes, woran die nicht Theil haben, welchezu ihr ihre Zuflucht nicht nehmen. Wo die Kirche ist, da istauch der Geist Gottes, und wo der Geist Gottes ist, da ist dieKirche und alle Gnade. Denn der Geist ist die Wahrheit. Da-rum sind diejenigen, welche den Geist nicht empfangen, und des-selben nicht theilhaftig werden, welche nicht an ihrer Mutterbrustzum Leben ernährt werden, noch aus der reinen klaren Quelletrinken, welche vom Leibe Christi fließt, sondern die sich selbstgeborstene Cisternen in Erdlöcher graben, und von diesemSchlamme und stinkenden Wasser trinken, — indem sie denGlauben der Kirche verlassen: diese sind werth, daß sie in jeglichen Irrthum hineinstraucheln und von demselben beschmutzt, be-mackelt und ganz verunsäubert werden.“ Lib. 3. adv. haer.cap. 40. O, unglückliche und unselige reformirte Brüder also,die da an diesen stinkenden Brunnen Lust haben, und die vomLeibe Christi strömende klare, reine Quelle verlassen! Darumist es nothwendig, daß wir stets dem Rathe des heil. Augustinfolgen: „Wenn wir das thun, was der ganzen Kirche gefallen
Druckschrift
Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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Seite
51
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