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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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50Von Natur sind wir Kinder des Zornes, welche durch Sündenund Missethaten der Seele nach todt sind, welche in den Lüstendes Fleisches wandeln unter der Macht des Teufels. Darumverstehen wir auch nicht, was des Geistes ist nach der Lehre desApostels Paulus, Tit. 3, 4 und I. Cor. 2, 14:Als aber die Güteund Menschenfreundlichkeit Gottes unseres Heilandes erschien, hat ernicht wegen der Werke der Gerechtigkeit, die wir gethan, sondernnach seiner Barmherzigkeit uns gerettet durch das Bad der Wie-dergeburt und Erneuerung des heil. Geistes, welchen er über-flüssig auf uns ausgegossen durch Jesum Christum unsern Hei-land, daß wir gerechtfertigt durch seine Gnade Erben wurdennach der Hoffnung des ewigen Lebens." O, Wunder über Wun-der! Wer begreift dieses? Der Mund der Wahrheit spricht:Wer aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch, wer aus dem Geistegeboren, ist Geist. Joh. 3, 6. Hierauf gründet der heil. Evan-geliſt Johannes ſeine Worte, wenn er ſpricht:Die ihn aberaufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, diean seinen Namen glauben, welche nicht aus dem Geblüte, nochaus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Man-nes, sondern aus Gott geboren sind. Joh. 1, 12. Wie stehtes nun um Die, welche aus Gott geboren sind? Der Apostelsagt es mit den Worten:Wir haben nicht den Geist dieserWelt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daßwir wissen, was uns von Gott gegeben ist; was wir auch ver-kündigen, nicht in gelehrten Worten menschlicher Weisheit, son-dern in der Lehre des Geistes, geistliche Dinge zu geistlichenfügend. Und wiederum:Ein geistlicher Mensch urtheilt alleDinge, und er wird von niemand beurtheilt. Wir haben dieserSinn von Christo.Wollen wir ein Beispiel von einem fleischlichen und geistigenMenschen haben? Es steht geschrieben von jenem, dessen Wortewir eben angeführt haben, da er noch in seiner Blutgier warund nichts anderes dachte, noch sprach, noch erfüllte, als denWillen des Fleisches, Apstlg. 9, 1 2c.:Saulus aber schnaubtenoch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn, ging zumHohenpriester und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus andie Synagogen, damit, wenn er einige, die dieses Weges wären,Männer und Weiber, er sie gebunden nach Jerusalem führte.Da es nun aber so weit mit ihm gekommen war, daß er in derWiedergeburt dem Herrn bereit stand:Herr, was willst du, daßich thun soll? da sprach der Herr zu Ananias:Dieser ist mirein auserwähltes Gefäß, um meinen Namen vor die Heiden zutragen und Könige, und vor die Kinder Israel; denn ich willihm zeigen, was er um meines Namens willen leiden muß.Auch steht geschrieben von dem, der aus dem Munde des Herrndie Worte vernehmen mußte:Geh' weg, Satan, du bist mirzum Aergerniß! daß er nämlich auch die Worte vom Herrn