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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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42Geschmack anders urtheilen mag; sondern der Leib Christi. Undder Wein, den unsere Augen schauen, wiewohl es dem Geschmackals Wein vorkommen mag, dennoch kein Wein, sondern das Blut" 1Christi ist.Gemäß allem diesem nun sagt der heilige allgemeine Kirchen-rath von Trient in der 13. Sitzung, Kap. 1. also:Und da dieseWorte (nämlich: das ist mein Leib), von den heiligen Evangelistenangeführt und nachgehends vom heil. Paulus wiederholt, jeneeigene und offenbarste Bedeutung an den Tag legen, nach welchersie von den Vätern verstanden wurden: so ist es wahrlicheine höchst unwürdige Schandthat, daß dieselben von einigen streit-süchtigen und verkehrten Menschen als dichterische und eingebildeteBilder, denen die Wahrheit des Fleisches und Blutes Christi ab-geläugnet wird, ausgedeutet werden gegen den allgemeinen Sinnder Kirche; welche als der Grundpfeiler und die Veste der Wahr-heit diese von unfrommen Menschen ersonnenen Erdichtungen alssatanisch verabscheute, immer diese vortreffliche Wohlthat Christimit dankbarer und seiner unvergeßlichen Seele anerkennend.Wie gebahren sich nun hiergegen die Prädicanten? Siewüthen, sie fahren mit ihrer lästerlichen Zunge aus und sagen:Was heißt das anders, als fabuliren und das unsichere Urtheilder Menschen dem Worte Gottes vorziehen! Was anders, alsden Menschen, die sich irren können, mehr glauben, als dem hei-ligen Geiste; also mehr zur Lüge als zur ewigen Wahrheit hin-neigen? Warum thun sie dieses? Weil ich mir selbst nicht traueund meinem innern Privatgeiste nicht glaube, wäre es auch eineEingebung des heil. Geistes; aber nicht, weil ich vielmehr michstütze auf das Zeugniß des heil. Geistes, den Christus SeinerKirche versprochen hat, durch welche Er uns lehren will! Warumrichtet ihr nun, ihr Prädicanten, euere Wuth gegen mich, denkatholisch=reformirten Mann? Was blamirt und lästert ihr mich?Ich sage, daß ich mir selbst nicht traue, noch mich stütze aufmenschliche, sondern auf göttliche Zeugnisse. Worauf aber stützetihr euch? Ihr saget: Auf das innere Zeugniß des heil. Geistes,welcher in euch zeugt. Dasselbe kann auch ich sagen. Darinmögen wir einander gleich sein, aber wir können beide in unsererMeinung und Ansicht betrogen werden, denn jeder Mensch istlügenhaft, wie die Schrift sagt. Es möge nun das Zeugniß desheil. Geistes in einem von uns beiden sein; woher aber wissenwir das? Aus dem so geschriebenen Worte der Schrift? DieSchrift haben wir beide, und ich kann dieselben sowohl für michin Anspruch nehmen, als ihr für euch, wenn ich sage, daß sie eineEingebung des heil. Geistes sind (von deren Deutung ich indessen1 Hoc sciens et pro certissimo habens, panem hunc, qui a nobis videtur, non esse panem, etiamsi gustus panem esse sentiat, sed esse corpusChristi et vinum, quod a nobis conspicitur, tametsi sensui gustus vinumesse videatur, non tamen vinum, sed sanguinem esse Christi.