38Angelegenheiten der Erde: sie lenken das Glück, vertreiben dasUnglück, heilen die Gebrechen und geben den Tugenden ihrenGlanz. Sie machen den Leib keusch und die Herzen rein, bringenFrieden den Gliedern; verschaffen Ruhe den Seelen und begründenin den menschlichen Dingen eine Schule der Disziplin und Unterweisung.“ Was mehr? „Durch diese Dinge werden die Herzender Menschen eingeweihet zu einem Tempel Gottes; sie machen dieMenschen zu Engeln, ja sie geben dem Menschen die Ehre, welcheallein von der Gottheit ihren Ursprung hat. Der heil. Augustinsagt kurz: „Die Gerechtigkeit des Menschen in diesem Leben istdas Fasten, Almosen und das Gebet. Willst du, daß dein Gebetaufsteige zu Gott, so gib ihm zwei Flügel: das Fasten unddas Almosen.Ich übergehe hier das Gebet und Almosen, weil mein Vor-nehmen ist, über das Fasten zu reden. Was sagen die heiligenUnter diesen ist nicht derVäter und Lehrer der Kirche davon?geringste der heil. Bischof und Martyrer Cyprian: „Durch dasFasten wird der stinkende Pfuhl aller Sünden und Gebrechen aus-getrocknet, der Muthwille und die Unmäßigkeit getilgt, der Begierlichkeit entsinkt der Muth, die Wollüste nehmen die Flucht; derBrand des feurigen Aetnas wird gelöscht, der Ofen des Flammensprühenden Vulkans wird von innen erstickt, auf daß er die um-liegenden Gebirge nicht entzünde.“ Das heißt: Zorn, EifermuthHaß und Feindschaft weichen, auf daß nun Einigkeit, Friede undLiebe unter den Christen herrschen.„Wenn das Fasten,“ sagt der heil. Vater ferner, „mit Vor-sicht geübt wird, zähmt es alle Widerspenstigkeit des Fleisches undentwaffnet die Leidenschaft seiner Tyrannei. Das Fasten fesseltalle unordentlichen Bewegungen und unterjocht sie gänzlich; diebösen Begierden hält es in Zaum“ (damit sie uns im DiensteGottes nicht hindern). — Das Fasten, so es von Demuth beglei-n 2tet ist, macht die Diener Gottes zu Verächtern dieser WDer heil. Basilius sagt: „Das Fasten ist nützlich, um denUebeln der zukünftigen Welt zu entgehen und deren Güter zu er-langen." — Der heil. Augustin läßt sich so vernehmen: „DasFasten ist entweder ein Heilmittel, eine gute Arznei, oder ein Lohnund eine Vergeltung, das heißt, es verdient die Nachlassung derSünden oder den Lohn im Reiche der Himmel." Der heil.Johannes Chrysostomus führt diese Worte im Munde, Serm. 1.de jejun.: „Faste, weil du gesündigt hast; faste, auf daß dunicht sündigest; faste, auf daß du empfangest; faste, auf daß dunicht wieder verlierest, was dir Gott gegeben.1 Hæc justitiæ hominis in hac vita: jejunium, eleemosyna, oratio. Visorationem tuam volare ad Deum? Fac illi duas alas, jejunium et eleemo-synam. In Ps. 47. — 2 De jejunio et tentationib. Christi — 3 „Jejunium adventuri sæculi mala fugienda et ad assequenda bona utile est.“ —4 Jejuniumremedium est aut praemium, hoc est, aut meretur indulgentiam peccatorumaut præmiumr egni cœlestis. Serm. 62.
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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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38
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