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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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36sie den Bauch für ihren Gott, dem sie dienen, und nicht für denHerrn Jesus Christus; durch Geschwätze und Schönrednerei betrü-gen sie und verleiten sie die Herzen der Unschuldigen und folgendamit den Fußstapfen des Erzketzers Jovinian.Vierzehntes Kapitel.Hierin wird gezeigt, was die Lehre und das Leben Christi und seiner lieben Heiligenvermag bei dem, welcher nach seiner Seligkeit verlangt mit Furcht und Zittern.Männer, Brüder! ich frage euch jetzt, antwortet mir auseinem aufrichtigen, offenen Gemüthe und saget mir: Wie muß derMann im Herzen gesinnt, wie muß ihm zu Muthe sein, wenn erdas eben Gesagte sich vor Augen stellt, und von der Wahrheitdesselben sich überzeugt hat? Wird hier sein Inneres sich unge-troffen fühlen? wird er die Wunde nicht unheilbar finden? wirdseine Seele dem Tod entgehen können, wenn nicht jener himmlischeArzt Seine milde Hand ausstreckt, um Herz, Wunde und Seelezu heilen? Fürwahr, wer durch diese Gründe nicht gerührt wird.wer sein Inneres einem anderen, neuen Sinn und Vorsatze zu-kehrt, seine Ohren und sein Herz unbeschnitten läßt, und dem hei-ligen Geiste noch länger widerstreben will, wahrlich dessen Herzist von Stein und in der That viel härter geworden, als einDiamant. Denn dieser Stein, so hart er auch von Natur ist,wird dennoch durch Bocksblut weich gemacht; das Herz aber sol-cher Menschen kann auch nicht einmal erweicht und gebeugt werdendurch das heiße und kraftvolle Blut des unbefleckten LammesGottes, welches ja kräftig und überschwenglich ist zur Versöhnungder ganzen Welt.Der reformirte Bruder wird hier sagen: das Wort kann nichtlügen, welches der Mund der Wahrheit geredet:Also hat Gottdie Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn hat hingegeben,auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sonderndas ewige Leben habe. Joh. 3, 16. Wohl gesprochen! undgebenedeit ist der Mund, der dieses gesagt hat; was aber be-merkst du hierzu, reformirter Mann? Du wirst sagen:Warum dann nun so ängstlich, so abergläubig, ja so ungläubigsein, und dafürhalten, durch Fasten wolle man große Dinge aus-richten in Anbetracht unserer Seligkeit, da wir doch durch denGlauben allein die Seligkeit und das ewige Leben haben sollen?Verwerflich ist der Mund, der so spricht! Hast du denn nichtim Evangelium gelesen, bevor du an jene Stelle kamest:Allenaber, die Ihn aufnehmen, hat er Macht gegeben, Gottes KinderJoh. 1, 12.zu werden, die da glauben an Seinen Namen.Und du darfst noch sagen: Die nur schlechterdings glauben? Wasweder Christus, noch einer von den Aposteln hat sagen wollen,noch können! Wozu dann das Gebot? Wozu die heiligen Sakra-