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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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33wir, daß wir auch mit Ihm leben werden (Röm. 6); und im BriefeSt. Paulus an Titus 2, 12,daß wir der Gottlosigkeit und denweltlichen Lüsten entsagen, sittsam, gerecht und gottselig leben indieser Welt, indem wir erwarten die selige Hoffnung und die An-kunft der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres HeilandesJesu Christi.Welchen Weg müssen wir dazu einschlagen? Der Apostelgeht uns vor, sprechend:Ich laufe so, nicht als auf etwas Un-gewisses; ich kämpfe ebenso, nicht um Luftstreiche zu thun, son-dern ich züchtige meinen Leib und bringe ihn in die Dienstbar-keit, damit ich nicht etwa, nachdem ich Andern gepredigt habeselbst verworfen werde. I. Cor. 9, 26. Ueber diese Wortesagt der heil. Augustin:Suo timore nos terruit. Quid enimfaciet agnus, ubi aries tremit. Das ist:Durch seine Furchtmacht er uns beben. Denn was soll das Lamm thun, wenn derWidder bebt vor Furcht? als wenn er sagte: Hat ein so aus-erwähltes Gefäß Gottes, ein so großer Apostel und Lehrer derHeiden mit solcher Furcht und Angst sein Heil gewirkt, daß erdurch Fasten, Wachen, Weinen, Beten und beständige Arbeit seinenLeib unter die Herrschaft des Geistes hat bringen wollen, wassollen wir elenden, kraftlosen, wir tausendmal geringeren, Men-schen thun! Hiermit wandte ich meinen Blick auf die Fußstapfender heiligen Väter und der ganzen Christenheit, eingedenk derWorte Christi: Es werden die Tage kommen, wo der Bräutigamvon ihnen wird genommen werden, dann werden sie fasten.Matth. 9, 15. Dadurch kam ich zum Entschluß, diesen nachzu-folgen in den vierzig Tagen vor Ostern, nach dem VorbildeChristi, welcher vierzig Tage und Nächte für mich gefastet hat.Ist das nicht recht und billig! Der Apostel sagt, Röm. 8, 29:Denn die er vorhergesehen hat, die hat er auch vorherbestimmt,dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu werden. Und wassagt dieses auserkorne Gefäß Gottes von sich selbst?Ich tragedie Wundmale des Herrn an meinem Leibe. Gal. 6. Worinbestanden diese? Unter anderen, wie er selbst sagt:In vielemFasten, Wachen, Hunger und Durst. Und hiezu ladet er unsalle ein mit den Worten:Ich bitte euch, Brüder (um der Barm-herzigkeit Gottes und der Ankunft seines Sohnes willen), seidmeine Nachfolger, wie ich Christi Nachfolger bin. I. Cor. 4. Ja,diese himmlische Posaune läßt sich hören über die ganze Christen-heit, II. Cor. 6, 2:Siehe, jetzt ist die gnadenreiche Zeit, siehe,jetzt ist der Tag des Heils! Niemanden sollen wir einigen An-stoß geben, damit unser Amt nicht gelästert werde, sondern inallen Dingen sollen wir uns als Diener Gottes erweisen durchgroße Geduld in Trübsalen, Nöthen, in Aengsten; in Schlägen,Gefängnissen, in Arbeiten, Wachen, Fasten. 2c. 2c.Zelhorst, Bekehrungsgründe.