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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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31des Baumes gelegt; jeder Baum der keine Frucht bringt, wirdumgehauen und ins Feuer geworfen. Matth. 3, 7.Wo blieb nun in dieser Furcht und Angst meine vorigeSicherheit zur Seligkeitsgewißheit, die ich mir bei meinem Sol-glauben eingebildet, ohne würdige Früchte der Buße gethan zuhaben! Sie war verschwunden und kam nie wieder zum Vor-scheine. Ich aber erhob meine Augen gen Himmel und sprachseufzend: Mein Herr und Mein Gott! Du willst nicht den Toddes Sünders. Dein Wille ist, daß alle Menschen selig werdenund zur Erkenntniß der Wahrheit gelangen. Worin besteht dochdie Wahrheit? Lehre mich dieselbe, damit ich sie möge erkennenvollbringen und selig werden. Es erfolgte darauf diese Antwort,welche mein Herz traf: O Mensch, es ist Dir gesagt wordenwas willst Du es nochmals hören! Siehe, ich rufe alle Tageund spreche zu einem Jeden:Willst Du zum Leben eingehen, sohalte die Gebote. Matth. 19. Ich rufe:Bemühet euch, ein-zugehen durch die enge Pforte; denn viele, sage ich euch, werdenbegehren hineinzugehen und es nicht vermögen! Luc. 13. 23. Washeißt das aber, lieber Herr:Sie werden es nicht können? Istdenn unser Verlangen vergebens? Kann unser Wille und unsereSehnsucht demnach nicht helfen? Was Rath dann? Guter Rath!Die Gnade Gottes sollst Du nicht vergebens empfangen; demWillen und Verlangen muß das Wirken folgen; man darf nichtstill stehen; mit Mühe und Arbeit muß man durch die enge Pfortehindurchdringen; denndas Himmelreich leidet Gewalt und dieGewalt brauchen, reißen es an sich. Matth. 11, 12.Nicht einJeder, der zu mir sagt, Herr! Herr! wird in das Himmelreicheingehen, sondern wer den Willen meines himmlischen Vaters thut,der wird in das Himmelreich eingehen. Matth. 7, 21. Darumsage ich Dir: Wenn eure Gerechtigkeit nicht vollkommener seinwird, als die der Pharisäer und Schriftgelehrten, so werdet ihrnicht in das Himmelreich eingehen. Matth. 5, 20.Als mein Herz diese Ansprache im Glauben und in derWahrheit empfangen hatte, da begann sich mein Mund zu rühren,meine Lippen zu bewegen, und meine Zunge ließ sich vernehmenmit dem königlichen Propheten:Ich will hören, was der Herrin mir redet, denn Er wird Frieden sprechen seinem Volke, undseinen Heiligen und denen, die von Herzen sich bekehren. Ps. 84, 9.Und so schlug ich an meine Brust mit dem demüthigen und reu-müthigen Zöllner und sprach: O Herr, sei gnädig und barmherzigmir armen Sünder; o Herr, strafe mich nicht in DeinemZorne und züchtige mich nicht in Deinem Grimme; denn meineBosheit erkenne ich, und meine Sünden sind allzeit wider michwende Dein Angesicht von meinen Sünden, und vertilge allemeine Bosheit. Ein reines Herz erschaffe in mir, o Gott, underneuere meinen innersten Geist. O Vater der Barmherzigkeitund Gott alles Trostes, Deinen Heil. Geist nimm nicht von