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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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leer noch unfruchtbar sein lassen. Wem aber dieses mangelt,der ist blind, tappt mit der Hand, und vergißt die Reinigungseiner alten Sünden. Darum, Brüder, befleißiget euch um somehr, euren Beruf und eure Auserwählung durch gute Werkegewiß zu machen: denn, wenn ihr dieses thut, werdet ihr niesündigen; denn so wird euch ein weit offener Eingang in dasewige Reich unseres Herrn und Erlösers Jesu Christi verstattetwerden. (2. Petr. 1, 411.Es steht ebenfalls geschrieben:Schauet! Er kommt in denWolken, und sie werden Ihn sehen, den sie durchstochen haben,und alle Geschlechter der Erde werden wehklagen. Amen.Apoc. 1. Und was sagt der, welcher ist, war und sein wird:Siehe, ich komme gleich und mein Lohn ist mit mir, um zu ver-gelten einem jeden nach seiner Willkür. Apoc. 21, 12.Als ich in meinen Gedanken mich so beschäftigte und diese,sowie dergleichen Aussprüche und Beispiele aus der heiligen Schriftmir vor Augen stellte und beherzigte, was geschah? Ich standverwundert, und mein innerstes Herz erlitt eine große Veränderun-durch Furcht und Schrecken, die alle meine frühere eingebildetefalsche, fleischliche und vermessene Sicherheit vernichtete.Die Gedanken sofort gingen ihren Lauf, und das Herz wurdeje länger je mehr angetrieben zu einer näheren Betrachtung dererke Gottes, welche stets heilig und gerecht, und seiner Urtheile,welche unbegreiflich sind, und über allen Verstand der erschaffenenCreatur hinausgehen. Denn als ich mich erinnerte, daß Gott durchseinen Diener und Propheten Moyses gesagt hatte:Wofern ihrnicht die Stimme des Herrn eures Gottes höret und seine Ge-bote nicht beobachtet und nicht erfüllet, was ich euch befehle, sowerden alle diese schrecklichen Dinge über euch kommen und euchzu Theil werden. Der Herr wird ein Volk über euch herführenaus fernem Lande, das mit dem Fluge des Adlers daherstürzt,dessen Sprache ihr nicht verstehet, ein überaus freches Volk, dasden Greis nicht achtet und der Unmündigen nicht schont, dieFrucht eures Viehes und die Frucht eueres Landes frißt, bis eseuch vertilget. Deut. 28.Als diese Gedanken meine Seele durchwühlten, seufzte ichwurde ich gedrängt zu Gott hinauf mit den Worten: O heiliger,gerechter Gott! wir schauen mit unsern Augen, wie gerecht Duin Deinem Eifer und Zorne Dich offenbarst und Deine gerechtenStrafgerichte über die Sünden der Adamskinder ergehen lässestnicht allein durch die Gräuel des langen, schweren und blutigenKrieges, wodurch viele Länder und Völker, Dörfer und Städte,ganze Königreiche verwüstet, ganz jämmerlich vernichtet werden,mit Verlust der Ehre, des Gutes und Blutes vieler tausendMenschen, sondern auch durch die brennenden und überstürzigenPestkrankheiten, welche in einem Augenblicke ganze Völkerschaftenhinwegraffen. Sind das nicht offenbar Zeichen Deines Zornes