28verdammt, weil er nicht glaubt an den eingebornen Sohn Gottes(Joh. 3, 18.). Dieses ist den Ungläubigen gesagt. Was sprichter nun zu den Gläubigen: „Es kommt die Stunde, wo alle, diein den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören wer-den, und es werden hervorgehen die Gutes gethan zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses vollbracht zur Auferstehungdes Gerichtes.“ Joh. 5, 28. O erschrecklicher Tag! o Tag desZorns und der großen Trauer! Denn es wird der Tag sein,an welchem, wie in der geheimen Offenb. 6, 15. geschrieben steht„Die Könige und Fürsten der Erde, die hochmüthigen Helden undstolzen Hofmänner, die Reichen und Mächtigen, ja alle weltlichen,eitelen Menschen, die nicht Gott, sondern der Welt gedient haben,sich werden verbergen in den Höhlen und Felsen der Berge, undzu diesen sagen werden: Fallet über uns und verberget uns vordem Antlitze dessen, der da auf dem Throne sitzt und vor demZorne des Lammes; denn der große Tag Ihres Zornes ist ge-kommen, und wer mag bestehen?Darum hat der heil. Augustinus nicht ohne Grund gesagt:„O Gott der Götter und Herr sehr mild im Verzeihen der Bos-heit! Ich weiß, daß du offenbar kommen wirst; ich weiß, daß dunicht allezeit schweigen wirst, wenn dein Eifer vor deinem Ange-sichte brennen und umher ein großer, mächtiger Sturm sich erhebenwird; wenn Du von Oben herab den Himmel und die Erderufen wirst, um dein Volk zu scheiden. Und siehe! vor so vielentausend Völkern sollen alle meine Sünden offenbar werden; vorso vielen Schaaren der Engel sollen meine Missethaten kund wer-den! nicht allein, die ich vollbracht, sondern auch, die ich gedachtund geredet! Ich werde dann stehen ganz verlassen, ohne einigeHülfe vor so vielen Richtern, als mir mit guten Werken sindvorangegangen; so viele werden es sein, die mich anklagen undbeschämen, als mir ein gutes Exempel, um gottesfürchtig zu leben,gegeben haben. Durch eben so viele Zeugen werde ich überwunden werden, als da gewesen sind, die mit ihren guten und heil-samen Reden und tugendlichen und gerechten Werken sich selbstmir geschenkt haben, um ihnen nachzufolgen.“ (Lib. Medit. cap. 4.Wäre dieses nicht also, fürwahr, der Apostel Petrus würde unsnicht so sorgfältig ermahnen und warnen mit den Worten: „Durch„welchen (Jesum Christum) Er uns die größten und köstlichsten„Verheißungen geschenkt hat, so daß ihr dadurch in die Gemein-„schaft mit der göttlichen Natur kommet, wenn ihr die verderb-„lichen Lüste dieser Welt fliehet: so wendet allen Fleiß an und„verbindet mit eurem Glauben Tugend, und mit der Tugend„Erkenntniß, mit der Erkenntniß Entsagung, mit der Entsagung„Geduld, mit der Geduld Gottseligkeit, mit der Gottseligkeit Bru-„derliebe und mit der Bruderliebe Menschen= und Gottes=Liebe.- Denn wenn ihr dieses an euch habet und reichlich habet, so„wird es euch in der Erkenntniß unseres Herrn Jesu Christi weder
Druckschrift
Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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28
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