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Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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27gefallen. Denn wir alle müssen erscheinen vor dem RichterstuhleChristi, damit ein jeder, je nachdem er in seinem Leibe Gutesoder Böses gethan, darnach empfange. Da wir nun wissen, daßder Herr zu fürchten sei, reden wir den Menschen zu. (2. Cor. 5.1(Was ist das für eine Furcht? Dieselbe, welche wir in dem heil.Job finden, welcher, wiewohl er nach dem Zeugnisse Gottes selbstschlecht und recht und ein Mann, der Gott fürchtete, war und demBösen auswich, also spricht:Was soll ich anfangen, wenn Gottsich erhebt, um zu urtheilen? und wenn er fragt, was werde ichihm antworten? Und:Ich fürchte ob all' meines Thuns, wis-send, daß du den Sündigen nicht verschonest. (Job 9.) Darumbetete auch der Prophet David mit den Worten:Durchbohreo Herr, mein Fleisch mit deiner Furcht, denn vor deinen Urtheilenfürchtete ich mich. (Ps. 118.)Als ich, sage ich, alle diese Aussprüche überdachte, da sprachich: Wehe mir, so mein Fleisch hier nicht mit der Furcht Gottesdurchbohrt wird wegen Seiner Urtheile, welche so tief, so unbe-greiflich, so unvermeidlich und gerecht sind!Deßhalb sagt der heil. Augustin:Dem Richter (welcherzum Gerichte kommen wird) kann man nicht durch Gunst oderGaben zuvorkommen, noch ihn zur Barmherzigkeit bewegen: durchGeschenke und Worte läßt er sich nicht bestechen, noch wird erdurch Genugthuung, auch nicht durch Buße und Reue des Herzensbefriedigt. Hier, wo wir noch Zeit haben, muß die Seele fürsich wirken, so lange die Barmherzigkeit dauert; denn jenseits wirdder Ort des Gerichtes und der Gerechtigkeit sein. (Lib. 3 deSymbolo.) Dieser Gedanke hat das Herz des heil. Hieronymusso tief getroffen, daß er mit Mund und Feder in die Worte aus-brach:So oft ich an jenen Tag denke, so beben alle Gliedermeines Leibes vor Furcht; denn, esse ich oder trinke ich, oderthue etwas anderes, höre ich die fürchterliche Posaune in meineOhren schallen:Steht auf, ihr Todten, und kommt zum Gerichte(Ueber Matth. 25.)Ist das zu verwundern! Höre, was das auserwählte Ge-fäß Gottes spricht von der letzten Ankunft unseres Herrn Jesuvom Himmel mit den Engeln Seiner Machtin Feuerflamme, wenner Strafgericht übt an denen, die Gott nicht kennen (aber auchvornehmlich an denjenigen, die sagen, daß sie Ihn kennen, Ihnjedoch mit den Werken verläugnen),die nicht gehorchen demEvangelium unseres Herrn Jesu Christi (2. Thess. 1.); (dasist, die Gottes und des Evangeliums nicht würdig gewandelthaben, dem Bilde des Sohnes Gottes nicht gleich geworden, ab-legend den alten Menschen nach dem alten Wandel, der verdorbenist durch die Begierden der Verirrungen, und nicht angezogenhaben den neuen Menschen, nach Gott geschaffen in Gerechtigkeitund Heiligkeit der Wahrheit.) Habt ihr nicht gelesen, was derMund der Wahrheit gesprochen:Wer nicht glaubt, der ist schon