24nur erklären, was der heil. Stephanus, der erste Märtyrer Christiüber sie und ihres Gleichen gesprochen: „Ihr Hartnäckigen undUnbeschnittenen an Herz und Ohren, allezeit widersteht ihr demheiligen Geist; wie eure Väter, so seid ihr auch.“ (Act. 7, 51.Denn sie wollen es nicht besser machen. Der Apostel Paulus ver-gleicht sie mit Jannes und Mambres, welche Moyses widerstan-den, und der Wahrheit sich nicht unterwerfen wollen, Menschenvon argem Verstande und verworfen vom Glauben. Was wirdihr Lohn sein? Das gibt uns der Apostel Judas, Bruder desJacobus, zu verstehen durch die Worte: „Wehe jenen, die denWeg Kains gewandelt, und in das Irrsal Balaams um Lohn sicheingelassen und in der Widerspenstigkeit Kore's sich verlorenhaben. Jud. 10. Wünschet ihr dieses in noch helleres Lichtgestellt? Je nun, höret den heil. Märtyrer Irenäus, der daspricht: „Die Ketzer, welche fremdes Feuer auf den Altar Gottesbringen, nämlich fremde Lehren, die werden vom himmlischen Feuerverzehrt werden wie Kore, Dathan und Abiron. Die sich aber erhebenwider die Wahrheit und andere aufreizen gegen die Kirche Gottes:ihr Platz wird sein bei den Teufeln in der Hölle, vom Mundeder offenen Erde verschlungen, wie Kore, Dathan und Abiron.— Das ist die Kirmeß, welche die reformirten Prediger zu er-warten haben.Indessen soll man darum den Muth nicht verloren geben:denn der aus Steinen kann Abrahamskinder machen, aus Sauluseinen Paulus bilden, der kann auch aus einer Schlangenbrut eingutes Geschlecht, ein heiliges, angenehmes Volk erzeugen; Er kannaus Wölfen und Ebern sanfte Schafe machen, wofern man nichtdie Reichthümer seiner Güte, Sanftmuth und Langmuth verschmähet,und nicht vergißt, daß die Erbarmung Gottes uns zur Buße ruft.Uenntes Kapitel.Der Verfasser bezeichnet den Weg, der ihn in seiner Jugend zu den calvinischenKetzereien verleitet hat.Wiewohl ich von gottesfürchtigen katholischen Eltern ge-boren bin, und von meiner Kindheit auf die katholische Religionvon der Mutterbrust getrunken; wiewohl meine Eltern mir inallen christlichen Tugenden vorgeleuchtet, mich auch in meinen jun-gen Jahren gottseligen katholischen Lehrern zur Erziehung undzum Unterricht anvertraut haben: so ist es dennoch, weil ich un-bedachtsam, leichtsinnig und sorglos für mein Heil große Gemein-schaft machte mit Unkatholischen, welche ganz in die Calvinisterei1 Lib. IV. cont. haeres. cap. 28
Druckschrift
Bekehrungsgeschichte des holländischen calvinischen Predigers Mathias Zelhorst in der Grafschaft Zütphen : aus dem Holländischen übersetzt
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