235Ariosthole, welche eine überaus anmuthige Lage hat.An's Land gehen konnten wir nicht, da das Schiff hiernur eine ganz kurze Zeit blieb. Wir sahen aber vomVerdeck aus einige schöne Villen und hübsche Gärten,und bemerkten auch, wie ein ziemlich starker Wasserarmvom Meere aus durch ein schmales Bett sich drängte, ineiniger Entfernung eine Mühle trieb und dann sich ineinen Abgrund stürzte. Wie uns versichert wurde, istes bis jetzt noch nicht festgestellt, wo das Wasser bleibt;Versuche, die die Regierung angestellt, haben noch zukeinem Resultat geführt. Unser Reisegefährte Herr Tuschverließ uns hier und gab mir Aufträge an seine inDüsseldorf wohnenden Verwandten mit, die ich rechtgerne übernahm. Bald darauf verließ das Schiff denHafen und wir fuhren bei schönem Wetter an der InselThiaki, der Insel Leokada und der Insel Paros vorbei.Durch das Mannigfaltige, was wir heute erlebt, waruns der Tag recht schnell vorübergegangen, dem einschöner, schon mehrmals beschriebener Abend folgte.27. April, Mittwoch, Morgens um 4 Uhr, landetedas Schiff abermals an der Insel Korfu. Um 6½ Uhrfuhr Herr Pastor Lambertz, der heute seinen 53. Geburts-tag feierte, Herr Hermens, der Schiffsarzt und ich miteiner Barke an's Land und begaben uns gleich in dieKirche. Hier feierten die Katholiken mit Bewilligungdes hl. Vaters mit den Griechen Charmittwoch, da letz-tere den folgenden Sonntag ihr Osterfest feierten. HerrPastor Lambertz las an einem Seitenaltar die h. Messe,die Herr Hermens und ich diente. In der Seitenkapellecelebrirte der hochw. Bischof von Korfu die hl. Messe,
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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235
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