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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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204tere Dienste ab. Wir ritten nun durch die Stadt undkamen glücklich in unsere Zelte an. Der gute Franzis-kaner wollte uns nun verlassen, um die Nacht in demkleinen Klösterchen zuzubringen, aber wir baten ihn, dochbei uns zu bleiben oder doch wenigstens mit uns zuspeisen.Die Einladung zu Tisch nehme ich an, aberdie Nacht darf ich nicht bei Ihnen bleiben, lautete dieAntwort,ich will jetzt zu meinen Brüdern gehen, kommtaber in einer halben Stunde wieder, und könnten dieHerren in der Zwischenzeit im See ein Bad nehmen.Wir befolgten seinen Rath und hatten das Vergnügengroße und kleine Fische um uns herum zu sehen, die wirmit den Händen greifen konnten. Zum Andenken nahmich einige kleine Muscheln und Steine aus dem See mitDas Bad hatte mich sehr gestärkt und ich wollte mit dembesten Appetit zu Tische gehen, allein der Koch hatte dieSpeisen noch nicht zubereitet und wir mußten warten.Um dem lieben Gast, der aus dem Kloster schon zurück-gekehrt war, und auch meinen Gefährten eine Erfrischungzu bieten, nahm ich meine fliegende Apotheke zur Handund bereitete einen Labetrunk. Abends 7 Uhr setzten wiruns zu Tisch, um unser Mittagsmahl zu halten. Gleichnach der Suppe brachte uns der Dragoman mit freudeſtrahlenden Augen friſchgefangene Petrus⸗Fiſche, warmeKartoffel mit Buttersauce, dann folgten die andern Ge-richte. Gleich nach Tisch gingen wir in die Stadt undbesuchten die Franziskaner, die auf unsere Ankunft schonvorbereitet waren. Wir wurden gleich in die Kirche zuder Stelle geführt, wo der Herr zu Petrus sprach:Dubist Petrus u. s. w." . . . . Wir knieten nieder