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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
153
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153ist von zwei Seiten mit kahlen Felsen umgeben. In derNähe soll auch der Palast des Herodes gestanden haben,der dem h. Johannes dem Täufer das Haupt abschlagenließ.Da ward sein Haupt auf einer Schüssel gebrachtund dem Mädchen gegeben, und sie brachte es ihrerMutter. Wir wollten diesen Ort des Schreckens, wodie Gerechtigkeit Gottes ein so schreckliches Strafgerichthatte ergehen lassen und die Städte Sodoma und Go-morrha, Seboim und Ardama durch Feuer vernichtetauch heute noch der Fluch des Herrn diese Gegend zubelasten scheint, verlassen, aber unser Dragoman hatte inseiner Dienstfertigkeit an der nördlichen Seite des todtenMeeres unser Frühstück bereitet.Um 12½ Uhr ging die Reise nach St. Saba sehrbeschwerlich und fast bei erdrückender Hitze weiter. DerWeg vom todten Meere nach St. Saba war der gefähr-Entweder über steile Fels-lichste auf der ganzen Reise.gebirge, wo die Pferde oft suchen mußten, wo sie denFuß hinsetzen konnten, oder an tiefe Abgründe vorbei,oder durch Sandwüsten. Die Sonne stand uns fast senk-recht über dem Haupte und der Wiederschein von denFelsen war fast nicht zu ertragen. Schwarze Felsstücke,gebrannt wie Kalk, die beim Zerschlagen einen Asphalt-geruch von sich gaben, waren so glatt, daß die Pferdesich kaum halten konnten. Kein Windzug, kein Lüftchenminderte in etwa die Hitze, die 34 Grad Reaumurbetrug.An einer der gefährlichsten Stellen hatte der Be-duine, der als Führer voraufritt, einen Felsen erklettertund sich geirrt; er konnte nicht mehr weiter, denn vor