147mit den Muckern, die Lastthiere mit der Bagage, zu bei-den Seiten Mucker und Eselstreiber, und den Schlußmachten zwei Beduinen. Kaum hatten wir die h. Stadtverlassen, so ging es über Steingeröll und Felsen, oderdurch Sandwüsten, und nur selten lagerten in den Thä-lern, die etwas Gras erzeugten, einzelne Schafheerden.Als wir einige Stunden von Jerusalem entfernt waren,wurde die Hitze fast unerträglich und die Gegend immerunsicherer und schauerlicher. Einzelne wahre Räuberge-sichter von Beduinen lagen hinter Felsblöcken verborgen.Wir kamen an die Stelle, wovon es in der h.Schrift heißt: „Es reiste ein Mann von Jerusalem nachJericho, unterwegs wurde er von Räubern überfallen 2c.Es war auch wirklich eine Gegend, ganz geeignet, umRäubern als Schlupfwinkel zu dienen. An zwei Beduinen-lager, das eine von 18, das andere von 30 Zelten,kamen wir vorbei. Da von der türkischen Regierunalle Beduinenhäuptlinge von unserm Durchzuge benach-richtigt worden waren, so hatten wir hier Nichts zu be-fürchten.Gegen 12 Uhr suchten wir unter einem Felsen undetwas Gesträuch ein schattiges Plätzchen und nahmen vonunsern Vorräthen einen Imbiß. Unsere Bagagen undZelte begaben sich direct nach dem Lagerplatz. Nachkurzer Rast reisten wir weiter und kamen an der Ruinevorbei, wo der Palast der Maria Magdalena stand, „diedem Herrn in der Wohnung des Pharisäers die Füßesalbte“.Nachmittags um 4 Uhr sahen wir von einer Anhöhein einem schönen grünen Thale, wo die Elisäusquelle sich10
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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147
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