134mit vielen Weitläufigkeiten nachgesucht und im günstigenFalle noch einen Tribut an die Türken bezahlt werden.Als wir unsere Rosenkränze im h. Grabe segnen ließenwar die Kirche verschlossen und mußten auch wir unsden Zutritt erkaufen. Da Katzen und Hunde im Orientvon den Türken zu den heiligen Thieren gezählt werden,so sieht man auch diese in der Kirche. Unter der Haupt-kuppel, welche von 18 Säulen getragen und eine Rotundebildet, ist das h. Grab und ist dieser Theil der Basilikadie eigentliche h. Grabeskirche. Das h. Grab ist in einemFelsen ausgehauen und besteht aus einer Vorhalle unddem eigentlichen Grabe. Die Vorhalle ist die Engels-kapelle, etwa 10 Fuß nach jeder Seite groß und worinder Engel gesessen, als die frommen Frauen am Oster-morgen zum Grabe des Herrn kamen und sprachen:„Wer wird uns den Stein vom Grabe wälzenDiese Stelle, wo der Engel saß und sprach: „Er istauferstanden, sehet, wo sie den Herrn hingelegt habenist mit einer kleinen Säule bezeichnet. Das h. Grabliegt mit dieser Vorhalle auf gleicher Höhe und einekleine Oeffnung von 3—4 Fuß, wodurch man nur ge-bückt hindurch gehen kann, führt in's heilige Grab. Dashl. Grab ist etwas länger als ein ausgewachsener Menschgroß ist, und etwa 6 Fuß breit. Wenn man in's hl.Grab hineintritt, so ist rechts der Stein, worauf der hl.Leichnam gelegen. Derselbe ist etwa 2½ Fuß hoch,3 Fuß breit und so lang als das hl. Grab selbst ist.Der andere Raum genügt, daß 3—4 Personen dort knieenkönnen. Auf dem Stein, worauf der Herr im Grabelag, brennen Tag und Nacht Wachskerzen und Lampen,
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Seite
134
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