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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
135
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135zum Zeichen, daß hier ein ununterbrochener Gottesdienststattfinden soll, und um dem hl. Grabe herum brennenviele Ampeln aus edlem Metall mit farbigen Gläsern;diese Beleuchtung macht einen schönen ergreifenden Ein-druck, der sehr zur Andacht stimmt.Die Nationenwerden zu Ihm beten und Sein Grab wird herrlichsein. Die Wände des hl. Grabes sind von innen undaußen mit Marmor bekleidet und ist mit Ausnahme deshinter dem h. Grabe befindlichen Altars der Kopten ringsherum frei. Da das h. Grab den Katholiken und den Grie-chen gemeinschaftlich gehört, so bedienen die Katholikeneinen Theil der Lampen und die Griechen den andern Theil.Das hl. Grab ist von außen 29 Fuß lang und18½ Fuß breit.Der Salbungsstein am Eingange der Kirche, in derNähe der türkischen Wache gelegen, bildet ein länglichesViereck, ist mit Marmor bekleidet und etwa 8 Fuß langund 2 Fuß breit, gehört den Katholiken, Griechen und Arme-niern gemeinschaftlich und wird täglich von den Griechenmit Rosenwasser besprengt. Ueber dem Steine, wo Josephvon Arimathäa und Nicodemus den Leichnam des Herrnmit kostbaren Spezereien salbten, brennen mehrere Lampen.Zum Calvarienberge führen 18 Stufen. Oben be-findet sich eine Fläche von etwa 46 Quadratfuß in2 Theilen oder 2 Kapellen mit drei Altären. Rechts istder Altar an der Stelle, wo der Herr an's Kreuz ge-nagelt,da kreuzigten sie Ihn; links der Altar, wo dashl. Kreuz gestanden und der Herr zwischen Himmel undErde erhöht wurde. Und Jesus rief mit lauter Stimme:Es ist vollbracht, Vater in Deine Hände empfehle ich