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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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55Klippen wegen sehr langsam, doch glücklich von Statten.Der Wind kam vom Lande und war deshalb sehr günstig,weil nun die Wogen des Meeres an den Felsen gebrochenwurden. Wir hofften um 2 Uhr in Jaffa zu landen, eswurde aber, weil der Capitain sehr vorsichtig war, 4Uhr Nachmittags, ehe die Anker geworfen und die Bar-ken die Karawane abholen konnten. In der ersten Barke,die an's Schiff ankam, befand sich ein Abgesandter ausdem Franziskaner=Kloster, um uns zu begrüßen undgleichzeitig die angenehme Nachricht mitzutheilen, daßder österreichische General=Consul in Jerusalem, HerrBaron von Lenk, uns bereits von da aus Führer, einenDragoman und Mucker, sowie 30 Pferde und Lastthiereentgegengeschickt und zur Verfügung gestellt hätte. Fürdiese Aufmerksamkeit sind wir dem guten Herrn vonLenk sehr zu Dank verpflichtet und zwar um so mehr,als wir bei dem großen Andrange der Pilger nach Jeru-salem und Mekka nun aller Sorgen, wie wir vor Palm-sonntag die heil. Stadt erreichen sollten, überhoben waren.Wir bestiegen mit unserem Gepäck verschiedene Barkenund fuhren dem Lande zu, mußten aber, weil viele Fel-sen theils über, theils gleich unter der Oberfläche desWassers sich befinden, mehrere Wendungen mit demBoot machen. Plötzlich bot sich ein recht possirlichesBild dar. Der Hafen von Jaffa ist durch die Schuldder türkischen Regierung in einem solchen schlechten Zu-stande, daß die Barken nicht an's Land anfahren können,und so blieben wir einige hundert Schritte vom Uferentfernt liegen, bis von der Mauer, welche Jaffa um-gibt, wohl 100 Türken sich in's Wasser stürzten und auf