54war über die Apostel; das Land, wovon auf jedem Blattim alten und neuen Testament die Rede ist. — Ich sahdas hl. Land! Im Uebermaß meiner Gefühle konnte ichnur mit dem Apostel ausrufen: „Herr! Du weißt Alles,Du weißt auch, daß ich Dich liebe!“ — O, Maria! DuMeeresstern, führe uns glücklich in den Hafen, dessenEinfahrt so gefährlich ist, und wo schon so mancherPilger im Angesichte der Stadt Jaffa den Tod gefun-den hat. Wir näherten uns dem Hafen, wo das Schifflanden und wo wir, wenn die Brandung es zuließ, aus-steigen wollten, um die Reise nach Jerusalem fortzusetzen.Wenn aber die Anfahrt hier zu gefährlich sein sollte,dann wollte der Capitain uns erst in Caiffa an's Landsetzen lassen. Die Stadt Jaffa liegt am Meer, terrassen-förmig auf einem kleinen, aber steilen Berge und macht,aus der Ferne gesehen, einen freundlichen, orientalischenlieblichen Eindruck. Jaffa ist eine der ältesten Städteder Welt, von Jerusalem 15 Stunden entfernt; sie istdie Stadt, wo der Prophet Jonas sich einschiffte, umnach Tharsis zu fliehen und dem Rufe des Herrn zuentgehen. Der Herr sprach zu Jonas: „Mache dichauf und gehe nach Ninive, der großen Stadt, und halteihr die Predigt, die ich Dir sagen werde*„Noch vierzig Tage und Ninive geht unter.“ Der hl.Petrus erweckte hier die Jüngerin Tabitha vom Tode.Einige Palmenbäume winken dem Pilger ein Will-kommen entgegen. Auf dem Kloster der Franziskanerwar die Flagge von Jerusalem aufgezogen. Die Ein-fahrt in den Hafen von Jaffa ging, wenn auch der vielen
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
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54
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