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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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51und Harem's vorbei. Die Eingänge wurden von Ver-schnittenen bewacht und ein Eintritt selbstredend nichtmöglich. Auf dem Nil fuhren in herrlich geschmücktenFahrzeugen gleichsam unter einem Zelte von kostbarenTeppichen, mehrere Favoritinnen des Pascha's, bewachtvon vielen Aufsehern, welche in Gondeln um die Schiffeherumfuhren. Die Ruderknechte waren schwarze türkischeSklaven, die in ihren bunten Anzügen einen recht ma-lerischen Anblick darboten. Dann fuhren wir zur Kircheder Griechen, in der sich der Stein befindet, worauf dasRad gestanden, mit dem die hl. Catharina gerädertworden ist. Dann besuchten wir die dem hl. Sabas ge-weihte Kirche der Armenier. Diese Kirche ist in Kreuz-form aufgeführt und enthält mehrere herrliche Madonna-bilder. In der Kirche befindet sich ein sehr alter Altar,vor dem neun silberne Lampen brannten. Diese Kirchewar früher ein Götzen=Tempel. Nun begaben wir unszu der uralten St. Marcuskirche, welche den Kopten gehört.Wir sahen hier den Stein, worauf der hl. EvangelistMarkus gemartert wurde, und verrichteten bei dem-selben das vorgeschriebene Ablaßgebet. Jetzt ging es zurNadel der Kleopatra. Dieselbe ist ein Obelisk, 80 Fußhoch, aus Granit mit verschiedenen Sinnbildern, wobeidie Eule eine Hauptrolle spielt, sowie mit vielen Schrift-zeichen versehen. Diese Rundfahrt hatte mehrere Stun-den in Anspruch genommen und es war Zeit, zur Stadtzurückzukehren, wo wir mit der angenehmen Nachrichtüberrascht wurden, daß das Schiff angekommen und nundoch, wie früher bestimmt, den 17. Morgens nach Jaffaabfahren würde. Nachdem wir bei den guten Vätern