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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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50Freude übernahmen. Auf derselben unregelmäßigen Bahnfuhren wir wieder zurück und kamen Nachmittags 4 Uhrim Kloster zu Alexandrien an. Gleich nach der Ankunftbegaben wir uns zum Schiffsagent, um zu erfahren,wann die Abfahrt nach Jaffa stattfinden würde.DasDampfboot ist noch nicht von Konstantinopel angekommen,die Abfahrt kann wahrscheinlich vor Freitag den 18. nichtvor sich gehen, lautete die untröstliche Antwort, weilwir dann am 20. zur Palmenweihe nicht in Jerusalemsein konnten.16. März. Nach beendigter hl. Messe nahm dieKarawaue zwei Wagen mit arabischen Pferden und tür-kischer Bedienung. Wir machten eine Spazierfahrt durchdie Stadt und fuhren dann zu den Hauptsehenswürdig-keiten außerhalb der Stadt. Zuerst kamen wir an einein Kreuzform in einen Marmorberg gebrochene unter-irdische Kirche mit angrenzenden Katakomben. An denSeitenwänden waren vierzehn und unter dem Fußbodenzwei Gräber sichtbar. Die Wände sind mit Fresko=Ge-mälden, Engel darstellend, geschmückt. Die Kirche selbstist schon seit undenklicher Zeit von den Christen verlassen.Am Fuße des Berges sind schon seit einigen JahrenMarmor=Steinbrüche offen gelegt, so daß man jetzt nurnoch sieben Stufen bis auf den Fußboden der Kirchehinabzusteigen hat. Der Marmor, der hier gewonnenwird, ist weiß. Wir fuhren nun zur Säule des Pom-pejus. Sie ist von Granit, über 100 Fuß hoch und deretwa ½ unterminirte Sockel hat 15 Fuß Quadrat.Dann fuhren wir an einige am Nil gelegene, von AliPascha in wunderschön angelegten Gärten erbaute Paläste