41Daches vermittelst Lucken öffnen und bis unten in'sHaus sehen kann.Der 13. März (Sonntag). Nach Beendigung derhl. Messe besuchten wir die außerhalb Kairo auf derCitadelle gelegene große Moschee El Azhar. Dies Ge-bäude ist die schönste türkische Moschee, die wir gesehenhaben und mit außerordentlicher Verschwendung ausge-stattet. Die innern, sowie die äußern Wände sind mitfarbigem, polirtem Alabaster belegt und mit vieler reicherBildhauerarbeit versehen. Den Fußboden bedecken per-sische Teppiche. Die hohe Kuppel wird von vier Säulengetragen. Das Licht fällt bei Tage durch bunt gebrann-tes Glas, und Abends wird die Moschee durch 70 Lüsternwelche unter sich durch Bogen verbunden, und woranbunte Ampeln hängen, erleuchtet. Rechts vom Eingangebefindet sich das großartige Grab des Erbauers „Mehe-med Ali“. In dem von einer schönen Kolonade vonMarmor umgebenen Vorhofe befindet sich in der Mitteein marmorner Wasserbehälter, mit Reliefs aus demKoran geschmückt. Es befinden sich an demselben vielevergoldete Krahnen, welche von den Türken und Arabern.zur Reinigung vor dem Gebete benutzt werden. Vonder Citadelle aus hat man eine herrliche Aussicht überdie Stadt, mit ihren unzähligen Minarets, von wo ausdie Türken ihre Gebetstunden bei Tag und Nacht aus-rufen, die aber im Ganzen, da die Häuser von grau undweißen Steinen erbaut sind, ein winterliches Ansehenhat. Es fällt dies um so mehr in's Auge, als die Vege-tation ringsum eine üppige ist. Auch sieht man hier diePyramiden, den Nil, mehrere Palmenwälder, sowie über
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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Seite
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