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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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42die Wüste, soweit das Auge reicht. In der Nähe befin-den sich die Gräber der Khalifen (ägyptische Herrscher),welche eine wahre Todtenstadt bilden, nebst den vondenselben gestifteten Schulen, deren Einnahme die tür-kische Regierung eingezogen, und alle diese schönen Ge-bäude dem Ruin übergeben hat. Die Citadelle liegtauf dem höchsten Punkt des Monata=Gebirges und gleichteinem Trümmerhaufen mehr, als etwas anderm. DerPalast Saladin's ist ebenfalls eine Ruine, dort wirdder von Saladin in einem Felsen 276 Fuß tief einge-hauene Brunnen (Josephs) gezeigt.In einer andern Schlucht ließ Saladin über hun-dert Häuptlinge des damaligen Reiches hinunterstürzen,die in der Tiefe ihren Tod fanden. Auch befindet sichin der Nähe ein Kirchhof für die Araber. Auf jedemGrabe stehen zwei oben mit einem Turban verzierteLeichensteine. Der Eine steht über dem Haupte des Ent-schlafenen, der andere zu seinen Füßen. Kairo nebstAlt=Kairo mit den Vorstädten hat an 500,000 Einwoh-ner, worunter 810,000 Katholiken sein sollen. DenNachmittag um 1 Uhr ritten wir in Begleitung der ge-nannten drei deutschen Patres nach dem zwei Stundenvon Kairo befindlichen Marienbaum, unter dem die hl.Familie auf der Flucht nach Egypten ausgeruht hat.Dieser Baum ist ein alter, wilder Feigenbaum, in wel-chem die Namen unzähliger Pilger eingeschnitten sindund bildet derselbe mit seinem Stamme eine Art Nische.Mehemed Ali hat aus Achtung für die Pilger die frühereöde Umgebung in einen hübschen Garten umwandelnlassen und denselben mit einer Wache versehen. Von