Druckschrift 
Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
Seite
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31einmal für einen Augenblick wieder, dann ist es Nacht,und Millionen hellglänzende Sterne bedecken nun dasFirmament! Oft habe ich des Nachts ſtundenlang aufdem Kiel des Schiffes gesessen, um diese Naturschönheitenzu betrachten und den anzubeten, der dies Alles geschaffen,leitet und regiert. Nichts ist aber auch geeigneter, dieAllmacht Gottes besser zu bewundern, als der Anblickdes schönen unermeßlichen Meeres, welches wieder durchGottes Allmacht und dessen weise Anordnung in seinenGrenzen gehalten wird, und der Anblick des prachtvollenSternenhimmels.Den 8. März, Morgens früh, erreichten wir dieInsel Korfu. Vom herrlichsten Wetter begünstigt, fuhrenwir in den Hafen ein, wo gegen 9 Uhr die Anker ge-worfen wurden. Da das Schiff hier nur drei Stundenliegen bleiben konnte, bestiegen wir gleich eine Barkeund ließen uns an's Land bringen. Wir begnügten unsdie Stadt Korfu zu besehen, da wir ja doch auf derRückreise hier länger verweilen wollten. In den Haupt-straßen sind die Häuser sechs bis sieben Stock hoch unddie größern Gebäude mit fünf übereinander stehendenBalcons versehen, um von jeder Etage aus den schönenAnblick über die Insel und das Meer genießen zu können.In den Nebengassen waren Schneider und Schuhmacher,Schlosser und sonstige Handwerker auf der Straße ander Arbeit. Die Verkaufslokale haben keine Fenster,sondern sind nur offene Hallen, die des Abends ver-mittelst Schlagladen verschlossen werden. Auf dem Marktewaren schon, was für unsere Gegend etwas ganz Außer-ordentliches ist, Gemüse, neue Kartoffeln und alle Obst-