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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
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bald ein Dörfchen mit der Kirchthurmspitze 2c. und überallreges und thätiges Leben.Als der Zug das österreichische Gebiet erreichte, stimmtedie Reisegesellschaft, welche in einem Coupé zusammensaß, das Magnificat an, weil von Oesterreichern die Pil-gerreise geleitet und die Karawane unter österreichischenSchutz gestellt war. Welche Gedanken meine Seele er-füllten, mag ich nicht zu beschreiben; nur das sei erwähnt,daß ich bei diesem ersten Gottesdienste für meine Vater-stadt und alle Diejenigen gebetet, die sich meinem schwa-chen und unwürdigen Gebet empfohlen. Möge Maria,die Himmelskönigin, diese frommen Wünsche und Gebetevor den Thron des Allerhöchsten bringen und durch ihreFürbitte gnädige Erhörung uns erlangen. Den 25. Fe-bruar kamen wir Abends in Prag an.Den 26. Februar besuchten wir Morgens den hochw.Provinzial der Dominikaner, Herrn Pater TheophilusJoseph Matejka, wo wir in dessen Kloster auf dasFreundlichste aufgenommen wurden. Ich überreichte dasEmpfehlungsschreiben, welches mir der hochw. Pater HerrPrior Lentz aus Düsseldorf mitgegeben hatte. Einigegeistliche Herren der Karawane hatten in der Kloster-kirche und die andern in der Domkirche die hl. Messegelesen. Beim Herrn Pater Provincial nahmen wir denKaffee. Bei dem ebenso herzlichen als rührenden Abschiedgab der hochw. Herr mir Aufträge an den hochw. HerrnCardinal Guido und Pater Hecking in Rom, sowie anPater Lentz in Düsseldorf. Nun besahen wir noch dieKirchen und Monumente, namentlich die schöne Johannis-brücke mit den herrlichen Standbildern, und auch die