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Blätter aus dem Tagebuche eines Pilgers nach Jerusalem vom Jahre 1864
Entstehung
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sprochen wurden. Am Schluß brachte der hochw. Herreinen Toast auf die Karawane aus mit dem Wunsche,uns Alle nach vollendeter Pilgerreise wohl und gesundwieder zu sehen.Die Nacht der Abreise war sehr unfreundlich und kalt,doch der Gedanke, für Den, dessen Grab ich besuchenwollte, etwas leiden zu können, tröstete und stärkte mich.Den 23. Februar sah ich Morgens vom Eisenbahn-waggon aus das große Terrain bei Leipzig, wo bei derVölkerschlacht deutsches Blut die Erde getränkt unddeutsche Söhne den Tod erlitten, um das Vaterland vomfremden Joche zu befreien. Noch heute erfreuen wir unsdes Sieges, den Deutschlands Helden hier auf diesemFelde über die Franzosen errungen haben. Gegen Mit-tag kamen wir in Dresden an und besahen den Nach-mittag die Stadt.Den 24. Februar, Morgens 7 Uhr, diente ich mitHerrn Hermens dem Herrn Pastor Palm die hl. Messe,besuchten das sogenannte grüne Gewölbe, wo sehr vielekostbare und werthvolle Gegenstände, deren Erwähnungich hier übergehen will, aufbewahrt sind. Von dort be-gaben wir uns nach der Bildergallerie. Einen mächtigenEindruck machte die sixtinische Madonna von Raphaelund das Bild von Holbein, darstellend, wie der Bürger-meister von Basel sein krankes Kind der Mutter Gottesempfiehlt, welches auf deren Fürbitte wieder gesund wird.Gegen 11 Uhr fuhren wir von Dresden nach Prag.Die Eisenbahn führt durch die sächsische Schweiz, welcheeinen imposanten und malerischen Eindruck macht.Baldsieht man hohe Berge, bald tiefe Schluchten und Thäler,