101zuschreiben müssen.*) Unversehrt ist noch das lauschige,schattige, von hohen Bäumen umstandene Rondel, welchesdie Tradition als „Goethe=Platz“ bezeichnet. WeiteRasenplätze geben dem Garten heute mehr Luft undLicht, und erquicken das Auge mit ihrem saftigen Grün.Ueberschreiten wir die den Garten durchfließende, unddurch ein Wehr einen murmelnden Wasserfall bildendeDüssel auf einer der drei Brücken, so gelangen wir indenjenigen Theil des Gartens, von welchem Jacobieinst an seine Freundin, die Gräfin Julie Reventlowschrieb: „Berge und Thäler sind entstanden“, denn hierfinden wir die einzigen Terrainwellen, während auf demrechten Ufer des Baches sich nur absolute Ebene zeigt. Esist dieser Theil des Gartens das eigentliche Sommerlocaldes Malkastens, und die Düssel ist gewissermaßen hierin die Kategorie der Grenzslüsse getreten. Hier findenwir auch die Reste des ehemaligen Treibhauses, jetztWirthschaftsraum und Billardzimmer des Sommerlocalserweitert durch einen Anbau, in einem geräumigen Saalund Nebenzimmer bestehend. Auch liegt hier noch dasalte Gärtnerhaus, isolirt unter Bäumen, jetzt wie früherdie Wohnung des Gärtners, welcher den Gemüsegarten*) Goethe weilte zuerst 1774 — also vor 99 Jahrenzuletzt 1792 — also vor 81 Jahren — im Garten zu Pem-pelfort; da würde es nun durch einen Forstmann oder Bota-niker leicht festzustellen sein, ob die Buche schon so alt sei, daßzu jener Zeit der jetzt noch deutlich zu lesende Name darineingeschnitten werden konnte.
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Jacobi's Garten zu Pempelfort : ein historischer Beitrag zur Feier des 25jährigen Jubiläums des Künstler-Vereins 'Malkasten' ; nebst einem Plan des Gartens
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